Money Printer OSArbeitsstand 12. August 2026
Ein Angebot, eine Zielgruppe, ein Gesprächssystem. Dieses Dokument enthält nur, was in den kommenden Wochen tatsächlich gebraucht wird. Und was jetzt zu tun ist.
Was bis zum ersten Anruf passieren muss
Sieben Wochen bis zum Vollbetrieb, davon zwei im Urlaub. Fünfzehn Arbeitstage sind das eigentliche Fenster. Was in diesen fünfzehn Tagen nicht steht, steht beim ersten Anruf nicht.
Alles andere ist wichtig. Diese vier blockieren den ersten Anruf, wenn sie fehlen: die verifizierte Referenzzahl, das verschriftlichte Angebot inklusive Grenzen, die gefilterte Liste mit Direktdurchwahlen, und das Tracking. Bei Zeitdruck wird alles andere geschoben, diese vier nicht.
| Maßnahme | Owner | Fertig, wenn | Prio |
|---|---|---|---|
| Referenzfall verifizieren70.000 € → knapp 3 Mio. €: Zeitraum, Zahl, Freigabe des Kunden. Dazu eine konkrete KPI-Veränderung für den SC1. | Valentin | Zahl belegt, Zeitraum benannt, Kunde hat die Nennung freigegeben | kritisch |
| Angebot verschriftlichenLeistungsbeschreibung Aufbau + Betreuung, „enthalten / nicht enthalten“, Garantieformulierung mit Mitwirkungspflicht, zwei getrennte Verträge für den Förderpfad. | Valentin + Janosch | Ein Kunde könnte es morgen unterschreiben | kritisch |
| Liste bauenOutdoor Living, gefiltert nach den vier Kriterien. Direktdurchwahlen und Mobilnummern vorab anreichern. Zielgröße: 600–800 qualifizierte Accounts = zwei Wochen Anrufinventar. | Valentin | 600+ Accounts mit Entscheidername und Direktnummer | kritisch |
| Tracking aufsetzenPipedrive: Stages, alle Ergebniscodes, die vier Wochenzahlen als Dashboard. Vor dem ersten Anruf, nicht danach. | Janosch | Ein Testanruf lässt sich vollständig codieren | kritisch |
| Setup produktisierenDer Aufbau muss reproduzierbar unter 5 Personentagen laufen. Pipedrive-Blueprint, Automationsvorlagen, Onboarding-Checkliste, Schulungsunterlagen für die Verkäufer des Kunden. Mit Claude Code bauen. | Janosch | Ein zweiter Aufbau wäre reine Konfiguration | hoch |
| Short Story schreiben30–45 Sekunden, drei Bausteine: Auslöser, Fokussierung inklusive dessen, was ihr bewusst nicht mehr macht, Übergang. Laut sprechen, nicht nur schreiben. | Valentin | Sitzt auswendig und klingt nicht auswendig gelernt | hoch |
| Förderpfad klärenBAFA-Listung seit wann, zwei getrennte Verträge, Verrechnungslogik beim Downsell, Grenzen der Kombinierbarkeit. Am Telefon in zwei Sätzen erklärbar. | Janosch | Die drei verbotenen Sätze sind schriftlich fixiert | hoch |
| Telefonie einrichtenDialer, Rufnummer, Aufzeichnung mit Einwilligung, Kalenderlink, Terminbestätigungs-Mail. | Janosch | 50 Anrufe wären technisch heute möglich | normal |
| Bestandskunden ansprechenDer einzige Kanal, der vor Oktober Umsatz erzeugen kann. Bestehende Kunden auf den Anfrageprozess ansprechen, gleiche Diagnose, kein Kaltstart. | Valentin | Alle Bestandskunden angesprochen, Termine gelegt | hoch |
| Maßnahme | Owner | Warum das im Urlaub geht |
|---|---|---|
| Setup-Produktisierung fertigstellen | Janosch | Bauarbeit ohne Abstimmung, ortsunabhängig |
| Liste anreichern und dublettenbereinigen | automatisiert | Läuft im Hintergrund, braucht nur Kontrolle |
| Skript laut sprechen, aufnehmen, kürzen | Valentin | 15 Minuten am Tag, überall möglich. Der Aufhänger muss unter 45 Sekunden liegen, einmal mit Stoppuhr. |
| Einwandantworten auswendig lernen | Valentin | Reine Wiederholung, kein Schreibtisch nötig |
| Maßnahme | Owner | Fertig, wenn |
|---|---|---|
| Skript-Drill mit SalesHax | Valentin | Cold Call, SC1 und SC2 laufen ohne Blattkontakt |
| 30–50 Testanrufe auf B-Liste | Valentin | Technik, Codierung und Übergänge sitzen; erste echte Einwände gehört |
| Tracking gegen echte Anrufe prüfen | Janosch | Die vier Wochenzahlen lassen sich auf Knopfdruck ziehen |
| Kalenderblöcke setzen | Beide | Anrufblöcke stehen wie Kundentermine im Kalender |
| Erste SC1-Termine legen | Valentin | Der Kalender für KW 41 füllt sich |
| Standard | Wert |
|---|---|
| Wählversuche pro Tag | 150 · Vollzeit-Akquise, eine Person |
| Wählversuche pro Monat | 3.000 bei 20 Arbeitstagen |
| Erwartete SC1-Termine | 60 pro Monat · 3 pro Tag |
| Wöchentlicher Rhythmus | Vier Zahlen prüfen, eine Variable ändern, Aufzeichnungen an SalesHax |
| Nach vier Wochen | Modellquoten durch eigene Messwerte ersetzen |
CRM- und Vertriebsprozess-Setup plus zwölf Monate Betreuung
Ein Angebot. Kein Katalog. Website und Growth Marketing bleiben bewusst draußen. Das ist der Upsell-Pfad, nicht der Einstieg.
Der Preis wird nie allein genannt, sondern immer gegen den vorher gemeinsam gerechneten Jahresverlust gestellt:
Was das Angebot inhaltlich ist
Im Verkaufsgespräch werden maximal zwei Maßnahmen gezeigt. Nicht der Bauplan, sondern das Ergebnis:
- Jede Anfrage bekommt ab Eingang einen Verantwortlichen, eine Frist und einen festen Rhythmus. In der ersten Woche täglich, danach in festen Abständen, bis eine Entscheidung da ist. Keine Anfrage kann mehr im Postfach verschwinden.
- Abgelehnte und offene Angebote laufen in eine Wiedervorlage mit Priorisierung. Genau da liegt das Geld, das der Betrieb schon einmal bezahlt hat.
Dazu ein Überblick, der jederzeit zeigt, wie viel offen ist und wo es hängt. Damit gesteuert statt geschätzt werden kann.
Nicht zeigen, nicht aufzählen
Keine Aufzählung sämtlicher automatisierbarer Bereiche. Keine Demo aller Funktionen. Kein „mit KI lässt sich das alles abbilden“. Wer dem Prospect zeigt, wie einfach es ist, verkauft die Umsetzung nicht mehr.
Risikoumkehr
Solange nur eine Referenz existiert, ist eine klar definierte Garantie der stärkste verfügbare Hebel: „Wenn nach 90 Tagen nicht jede Anfrage nachverfolgbar ist und Sie keinen Überblick über Ihre offenen Angebote haben, arbeiten wir kostenfrei weiter, bis es steht.“ Gekoppelt an eine Mitwirkungspflicht: Datenbereitstellung und Teilnahme der Verkäufer.
Der Förderpfad, zwei getrennte Umschläge
Der konzeptionelle Teil, Aufnahme der Prozesse und der vollständige Plan, läuft als eigene Beratungsleistung mit eigenem Vertrag und ist förderfähig. Aufbau und laufende Betreuung sind davon unabhängig, mit eigenem Vertrag und ohne Förderung.
Die ersten beiden beziehen die Förderung fälschlich auf das Gesamtpaket. Der dritte ist als Kombiangebot nicht zulässig und gefährdet die Förderung des Kunden. Growth Unit haftet hier gegenüber dem eigenen Kunden.
Der Förderpfad verlängert den Zyklus: Antrag, Bewilligung, dann erst Beratung, dann erst Umsetzung. Growth Unit braucht kurzfristig Cashflow. Standard bleibt deshalb der Vollabschluss ohne Förderung. Der Förderpfad wird nur gezogen, wenn der Prospect preissensibel ist oder erkennbar Zeit braucht, dann ist er die Alternative zum Nein, nicht zum Ja.
Kontrollierter Downsell, nur wenn der Vollabschluss nicht kommt
Nicht als Standardweg anbieten. Wer den Workshop zuerst verkauft, startet den Verkaufszyklus danach wieder bei null und verdient 3.500 € statt 15.900 €.
Läuft die konzeptionelle Beratung über eine Förderung, ist die Umsetzung nicht Teil davon und darf nicht als Kombipaket angeboten werden. Die Verrechnungslogik gilt dann nicht, beide Leistungen bleiben getrennt, auch in der Kommunikation.
Was für 6.900 € gebaut wird
Abschnitt 02 nennt den Preis. Dieser Abschnitt nennt das Ergebnis. Er ist die Vorlage für das schriftliche Angebot und für den Abschnitt „nicht enthalten“, der zuletzt gefehlt hat. Verkauft wird ein festes Ergebnis zu einem festen Preis, nicht ein Stundenpaket.
Der bestehende Leistungskatalog (business-os/offer.md) rechnet in Stunden zu einem festen Satz. Dieses Modell hat eine eingebaute Decke: Der Umsatz kann nie schneller wachsen als die verfügbare Arbeitszeit, und jede Verbesserung in der Umsetzung senkt automatisch den Rechnungsbetrag. Wer schneller wird, verdient weniger.
Deshalb wird der Aufbau als Produkt mit festem Preis verkauft. Was er in der Herstellung kostet, ist eine interne Zahl und geht in kein Angebot ein. Ziel ist ausdrücklich, dass derselbe Aufbau beim vierten Kunden in einem Bruchteil der Zeit steht, und dass dieser Gewinn bei Growth Unit bleibt statt als Rabatt weitergegeben zu werden.
Die einzige Frage, die intern beantwortet werden muss, ist keine Preisfrage, sondern eine Lieferfrage: Läuft der zweite Aufbau als Konfiguration statt als Konstruktion? Die Kapazitätsgrenze dazu steht in Abschnitt 09, sie entscheidet, wie viel verkauft werden darf, nicht zu welchem Preis.
Das eine Bauteil, das verkauft wird
„Keine Anfrage verschwindet mehr zwischen zwei Baustellen im Telefon, und jedes Angebot kommt von selbst wieder auf den Tisch, solange keine Entscheidung da ist.“ Gebaut in Pipedrive, in fünf Tagen, mit eingearbeiteten Verkäufern und einer Auswertung, die der Inhaber selbst lesen kann.
Der Aufbau · einmalig 6.900 €
| Bauteil | Was der Kunde davon hat |
|---|---|
| Kickoff & Ist-AufnahmeAnfragequellen, Verantwortliche, Ausgangswerte messen | Der Ausgangswert, an dem in 90 Tagen die Garantie entschieden wird. Ohne ihn gibt es später keinen Beweis. |
| Pipedrive-Grundstruktur aus BlueprintPipelines, Phasen, Pflichtfelder, Besitz- und Rechtelogik | Ein System, in dem jeder Vorgang genau einen Besitzer hat. Import statt Klickarbeit. |
| Anfrage-Eingang gebündeltFormular, Mailpostfächer, Telefon, Portale | Nichts landet mehr ausschließlich im Postfach eines Verkäufers. |
| Anfrage-Pipeline mit Frist und KadenzZuordnung, Nachfasslogik 1./2./3. Versuch, automatische Aufgaben | In der ersten Woche täglich, danach in festen Abständen, bis eine Entscheidung da ist. |
| Angebots-Pipeline mit WiedervorlagePhasen bis Gewonnen/Verloren, Verlustgründe, Priorisierung offener und abgelehnter Angebote | Das Herzstück. Genau hier liegt das Geld, das der Betrieb schon einmal bezahlt hat. |
| Automatische KommunikationEingangsbestätigung je Kanal, Nachfass-Sequenzen, SMS bei verpasstem Anruf | Der Kunde hört innerhalb von Minuten etwas, nicht nach drei Tagen. |
| Das Standard-DashboardDie immer gleichen fünf Zahlen bei jedem Kunden | Gesteuert statt geschätzt. Und die Grundlage jedes Wertmoments aus Abschnitt 14. |
| Datenübernahmebis 1.000 Kontakte, 250 Vorgänge aus Excel/CSV | Der Altbestand ist ab Tag 1 im System, und damit reaktivierbar. |
| Einarbeitung & ÜbergabeFeste Agenda, Kurzvideos, Ein-Seiten-Anleitung, Übergabecheckliste | Die Verkäufer arbeiten damit, statt es zu umgehen. Der einzige Grund, warum das System nach drei Wochen noch lebt. |
Neun Bauteile, in jedem Projekt dieselben. Diese Liste ist gleichzeitig die Leistungsbeschreibung im Angebot und die Abnahmecheckliste am Ende. Was nicht auf dieser Liste steht, ist nicht Teil des Aufbaus, unabhängig davon, wie schnell es ginge.
Die Betreuung · 750 € pro Monat · 12 Monate
Laufzeit 12 Monate mit automatischer Verlängerung, Kündigung 3 Monate vor Ablauf. Der Preisanker wird immer auf 12 Monate gesetzt, eine Ausstiegsklausel nach 6 Monaten ist die Rückfallposition, nicht das Angebot.
| Enthalten | Grenze |
|---|---|
| Eine halbe Stunde im Monat gemeinsam auf die Zahlen | 30 Min · terminiert, nicht auf Zuruf |
| Anpassungskontingent für Pipelines, Felder und Vorlagen | 2 Std./Monat · nicht kumulierbar |
| Einrichtung und Einweisung neuer Verkaufsmitarbeiter | Gedeckelt auf eine feste Anzahl pro Jahr |
| Ein Wertmoment pro Monat aus dem Katalog in Abschnitt 14 | Proaktiv, unaufgefordert, ein Absatz Erklärung |
| Störungsbehebung an dem, was Growth Unit gebaut hat | Nicht an dem, was der Kunde selbst verändert hat |
Nicht enthalten, der Abschnitt, der zuletzt gefehlt hat
Gehört wörtlich ins Angebot
Website, Landingpages, Google Ads, Meta Ads, SEO und Content. Buchhaltung, Rechnungsstellung und Teilzahlungslogik. Montage-, Ressourcen- und Materialplanung. Telefonanlage und Gesprächstranskription. Rollen- und Rechtekonzepte ab 8–10 Nutzern. Datenmigration über 1.000 Kontakte hinaus. Anbindung von Fremdsystemen, die es zum Zeitpunkt des Angebots nicht gibt. Sämtliche Lizenz- und Toolkosten, sie laufen über den Kunden.
Warum das der stärkere Verkauf ist
Ein Angebot ohne „nicht enthalten“ verkauft ein Versprechen. Ein Angebot mit „nicht enthalten“ verkauft eine Grenze, und macht jede spätere Erweiterung zu einem geplanten Geschäft statt zu einem Konflikt. Genau diese Zeilen sind die Preisliste des zweiten Jahres.
Die Erweiterungen, der Upsell-Pfad, nicht der Katalog
Im Erstgespräch wird keine einzige dieser Zeilen erwähnt. Sie existieren, damit ab Monat drei etwas zu verkaufen ist, das den Kunden nicht neu überzeugen muss:
| Modul | Wann es fällig wird | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Telefonie inkl. Transkription | Sobald mehr als zwei Verkäufer telefonieren. Faktisch ab dem zweiten Monat. | 1.650–2.475 € |
| Montage- & Projektplanung | Wenn mehrere Baustellen parallel laufen, bei Outdoor Living ab Frühjahr immer. | 1.925–2.750 € |
| Material- & Bestellstatus | Wenn Lieferzeiten den Montagetermin bestimmen. | 1.375–1.925 € |
| Buchhaltung & Teilzahlungen | Anzahlung, Teilrechnung, Schlussrechnung, Outdoor-Living-Standard. | 3.025–4.400 € |
| Ressourcen- & Personalplanung | Ab zwei Montagekolonnen. | 2.200–3.300 € |
| KI-Vorqualifizierung eingehender Anfragen | Wenn Reaktionsgeschwindigkeit zum Engpass wird. | 1.925–3.025 € |
| Rollen, Rechte & Governance | Ab 8–10 Nutzern unvermeidlich. | 825–1.375 € |
| Website, Ads, SEO, Content | Erst wenn der Aufbau nachweislich wirkt. Nie als Einstieg. | separat |
Reihenfolge nicht verhandelbar: erst das Leck schließen, dann oben mehr reinkippen. Wer Marketing verkauft, bevor die Verwertung steht, wird zum Lead-Anbieter, also zu genau dem Antagonisten aus Abschnitt 06.
Garantie. Entwurf zur Freigabe
Gekoppelt an drei Mitwirkungspflichten, die wörtlich im Vertrag stehen: Zugänge zu den Anfragequellen innerhalb von fünf Werktagen, Teilnahme aller Verkäufer an der Einarbeitung, Benennung eines Ansprechpartners im Betrieb. Bemessen wird ausschließlich gegen den am Tag 0 gemessenen Ausgangswert, ohne ihn ist die Garantie eine Auslegungsfrage.
Was die Garantie bewusst nicht zusagt: Umsatz, Abschlussquote, Anzahl gewonnener Aufträge. Zugesagt wird Nachverfolgbarkeit und Überblick, Zustände, die Growth Unit allein herstellen kann. Alles andere hängt an den Verkäufern des Kunden.
Der Referenzfall und die Sätze, die ihn tragen
Der Referenzfall kommt in jedem der drei Gespräche vor. Er wird derzeit in drei Dokumenten unterschiedlich erzählt, und in mindestens einer Fassung so, dass sie am Telefon nicht haltbar ist.
Was aktuell kursiert
| Fassung | Quelle | Status |
|---|---|---|
| „70.000 € → knapp 3 Mio. €“ | Money Printer OS v2.1 | so nicht verwendbar Der Pfeil liest sich als Kausalität. Tatsächlich stehen dahinter zwei unabhängige Größen: rund 60.000–70.000 € Werbebudget im Jahr und knapp 3 Mio. € Gesamtumsatz des Betriebs. Ein Umsatz, den es vor Growth Unit größtenteils schon gab. |
| „+23 % Abschlussquote bei gleichem Leadvolumen, ohne zusätzliches Werbebudget“ | business-os/offer.md |
stärkste Fassung, Beleg fehlt Genau die richtige Aussage, sie behauptet Verwertung, nicht Volumen. Es fehlen Ausgangswert, Vergleichszeitraum und die Auswertung, aus der die Zahl stammt. |
| „Pipelinewert 127.400 €“ | business-os/offer.md |
Stichtagswert Ohne Datum und ohne Definition (offene Angebote? gewichtet?) im Gespräch wertlos, und bei Nachfrage angreifbar. |
| Sitz „Westfalen“ | business-os/offer.md |
falsch Die gebauten Lokalseiten lauten Mechernich, Euskirchen, Bad Münstereifel, Düren, Aachen, Bonn, Köln. Das ist Eifel/Rheinland. Ein Detail, aber eines, das ein Prospect aus der Branche sofort bemerkt. |
Was aus den Aufzeichnungen tatsächlich belegt ist
| Belegt | Woraus |
|---|---|
| Rund 17 Monate durchgehende Zusammenarbeit, wöchentlicher Takt plus separate Automatisierungstermine | 80 Gesprächsaufzeichnungen, lückenlos 03/2025 bis 07/2026 |
| Umsatzgrößenordnung des Betriebs: Monatsumsätze bis 300.000 €, Jahresziel 3 Mio., Hochrechnung 3,6 Mio. im Gespräch | Weekly vom 20.05.2025, Aussage des Inhabers |
| Werbebudget: Jahresplan 60.000 €, Q1-Run-Rate 17.300 € | Weekly vom 21.04.2026 |
| Aufgabenrückstand im CRM von ~260 auf unter 200 gesenkt, 51 ungenutzte Felder entfernt | Automation-Check-ins 31.03. und 03.07.2026 |
| Blockierte Leads durch defekte Anfrage-Automation freigeschaltet (7 Stück in einem Fall), Ursache und Fix dokumentiert | Weekly vom 14.07.2026 |
| Werbebudget aufgrund von CRM-Auswertung umgeschichtet, weil die Leads einer Kampagne nie über die erste Phase hinauskamen | Weekly vom 27.04.2026 |
| Der gesamte Weg von der Anfrage bis zur Abnahme liegt im System: Anfrage-Eingang, Nachfasslogik, Angebots-Wiedervorlage, Telefonie mit Protokollierung, SMS bei verpasstem Anruf, Projekt- und Montageabwicklung, automatische Ablage von Lieferantendokumenten über die Deal-ID als Kommissionsnummer | durchgängig, 03/2025–07/2026 |
Was in 17 Monaten Aufzeichnungen nicht vorkommt, ist ein Vorher-Nachher-Wertepaar. Genau das ist der offene Punkt aus Abschnitt 17, und er ist mit einer Pipedrive-Auswertung an einem Nachmittag zu schließen. Zu ziehen sind vier Zahlenreihen, jeweils monatlich über 24 Monate: eingegangene Anfragen · davon mit Angebot · gewonnene Aufträge · durchschnittliche Zeit von Anfrage bis Angebot. Der Vergleich zweier gleicher Jahreszeiten, Saison 2025 gegen Saison 2026, ergibt die eine Zahl, die in jedem Gespräch fällt.
Zwei Dinge sind dabei eilig. Erstens die schriftliche Freigabe der Namensnennung durch den Kunden, sie ist heute leichter zu bekommen als in drei Monaten. Zweitens der Export der Rohdaten in eigene Hand: Die Referenz darf nicht davon abhängen, dass der Zugang zu diesem Konto bestehen bleibt.
Das von SalesHAX gelieferte Akquiseskript enthält den Satz, der Referenzbetrieb sei „mit uns von 70 auf knapp 3 Millionen Euro Jahresumsatz gewachsen“. Dieser Satz darf so nicht gesprochen werden, Begründung in der Tabelle oben. Die Korrektur ist mit dem Berater abzustimmen, siehe Abschnitt 11.
Die belastbare Fassung
Diese Fassung behauptet nichts, was nicht belegt ist. Sie nennt Größe und Dauer, beides Seriositätssignale, und beschreibt einen Zustandswechsel statt eines Wachstumsversprechens. Der Prospect ergänzt den Rest selbst; genau das ist die Absicht.
Der Anriss erzeugt die offene Frage, die den SC2 trägt. Wer die Case Study hier erzählt, hat im SC2 nichts mehr in der Hand, das steht so schon in Abschnitt 10 und gilt hier wörtlich.
Ein Beweisstück, das der Prospect anschauen kann, schlägt drei, die er sich anhören muss. Genau dafür wird die Auswertung oben gebraucht, sie ist kein Reporting-Nice-to-have, sondern das zentrale Verkaufsmittel.
Die ersten drei schreiben Growth Unit einen Umsatz zu, den der Betrieb weit überwiegend selbst erwirtschaftet hat. Sie sind nicht nur unehrlich, sondern taktisch schlecht: Sie versprechen Umsatzwachstum und laden damit genau die Erwartung ein, an der das Angebot nicht gemessen werden will. Verkauft wird Verwertung, nicht Wachstum.
Beweis-Dosierung je Gesprächsstufe
| Stufe | Was gezeigt wird | Was ausdrücklich zurückgehalten wird |
|---|---|---|
| Cold Call | Kategorie („wir bauen“), Branchenbeobachtung, Referenz in einem Satz, BAFA nur auf Trigger | Zahlen, Tools, Preise, Screenshots, jede Erklärung, wie es funktioniert |
| SC1 | Referenz-Anriss, Lösungsrichtung, Preisanker | Die vollständige Case Study, den Bauplan, Pipedrive namentlich vor der Quantifizierung |
| SC2 | Ein Beweisstück mit Zahl und Zeitraum, der Leistungsschnitt aus Abschnitt 03, die Garantie | Den Erweiterungskatalog. Wer im SC2 Module aufzählt, verkauft den Kern nicht zu Ende. |
| Nach dem Abschluss | Alles. Ab hier ist Transparenz das Bindungsmittel. | — |
Growth Unit betreibt dieselbe Mechanik seit Monaten im eigenen Haus und bei weiteren Mandaten, Anfrage-Eingang, Nachfasslogik, Pipeline-Hygiene, ein Monitoring über sämtliche Automationen. Das ist im Gespräch mehr wert als eine zweite Fremdreferenz, weil es die Kategoriefrage beantwortet, bevor sie gestellt wird: „Wir verkaufen Ihnen nichts, was wir nicht selbst betreiben.“ Ein Satz, kein Vortrag.
Was der Referenzkunde in 17 Monaten tatsächlich gesagt hat
13.149 protokollierte Wortmeldungen, davon 5.983 vom Inhaber des Referenzbetriebs. Das ist der wertvollste Vermögensgegenstand im ganzen Unternehmen, und er wurde bisher als Projektdokumentation behandelt statt als Vertriebsgrundlage.
Wer 50 Kunden hat, sollte über den einundfünfzigsten mehr wissen, als der über seine eigene Lage weiß. Das ist der einzige echte Vorteil, den ein kleines Team gegen einen besser finanzierten Wettbewerber ausspielen kann, und er entsteht nicht durch Nachdenken, sondern durch Zuhören und Auszählen. Growth Unit hat den Rohstoff dafür seit anderthalb Jahren. Was folgt, ist die erste Auswertung.
Der Schmerzkatalog, in seinen Worten, nicht in unseren
| Was er sagt | Was darin steckt |
|---|---|
| „Ich kann die Leute dann halt maximal versuchen einmal zurückzurufen, und dann verschwinden die in meiner Telefonhistorie zwischen Lieferanten und Problemen mit …“13.06.2025 | Der eine Satz, um den herum das ganze Angebot gebaut werden sollte. Die Anfrage geht nicht im Postfach verloren, sie geht im Telefon verloren, zwischen einem Lieferanten und einer Baustelle. |
| „Wenn ich viel Zeit habe, rufe ich noch ein drittes Mal an. Wenn ich wenig Zeit habe, rufe ich kein drittes Mal mehr an.“13.06.2025 | Die Nachfass-Kadenz hängt an der Tagesform des Inhabers. Genau das ist der Zustand, den ein System ersetzt, und er beschreibt ihn selbst, ohne Wertung. |
| „Zu dem Zeitpunkt, als wir 30 bis 40 Anfragen die Woche hatten, hatte ich keine Zeit, nach rechts und links zu gucken.“09.12.2025 | Die Saisonzahl, beziffert. 30–40 Anfragen pro Woche im Peak, bei einem Betrieb dieser Größe. Das ist der Maßstab, gegen den die Skalenfrage gestellt wird. |
| „Was kommen überhaupt für Leads rein, oder verdümpeln die dann einfach immer in irgendeiner Pipeline, weil man sie telefonisch nie erreicht? Das war das Wichtigste.“17.03.2026 | Der Inhaber formuliert die Kernfrage selbst. Ein Jahr nach Projektstart. Die Frage ist also nicht exotisch, sie ist die naheliegendste Frage der Branche. Sie gehört wörtlich in den Cold Call. |
| „Erreichen können wir die Leute besser. Die Beauftragungen sind aber rückläufig.“15.07.2025 | Erreichbarkeit ist gelöst, Verwertung nicht. Der Prospect wird denselben Unterschied nicht machen. Im Gespräch müssen beide Zustände getrennt abgefragt werden, sonst hört man ein „läuft“ und meint zwei verschiedene Dinge. |
| „Ich weiß nicht, was da überhaupt der Text von ist, weil ich diese Mail noch nie gesehen habe. … Das passiert im Hintergrund.“03.03.2026 | Der Inhaber kennt die automatischen Mails seines eigenen Systems nicht. Das ist der Normalzustand des „halb eingerichteten CRM“, und der beste Beleg dafür, dass „Wir haben schon ein CRM“ kein Ausschluss ist. |
| „Die Erstgespräche führe ja definitiv immer nur ich.“26.06.2025 | Inhaberabhängigkeit. Jede Anfrage läuft durch einen einzigen Kalender. Das erklärt, warum der Peak kippt, und warum „Urlaub“ in 12 von 17 Monaten Thema ist. |
| „Das musste ich ja auch immer von Hand reinlegen.“ · „Das trage ich immer von Hand ein.“ · „Kack-Projekt jetzt auch immer von Hand anlegen.“50 Belegstellen über 17 Monate | Handarbeit ist das Dauerthema, aber nach dem Verkauf. Im Cold Call ist es das falsche Argument: Es klingt nach Effizienz, nicht nach Geld. Es gehört in die Delivery und in den Upsell, nicht in den Aufhänger. |
Die Wortschatzprüfung
Wortzählung über alle 13.149 Wortmeldungen, getrennt nach Sprecher. Links, was der Kunde sagt, rechts, was Growth Unit sagt:
| Begriff | Kunde | Growth Unit | Befund |
|---|---|---|---|
| „nachfassen“ | 0 | 0 | existiert nicht In anderthalb Jahren fällt das Wort kein einziges Mal, von niemandem. |
| „Verwertung“ | 0 | 0 | existiert nicht Der zentrale Satz des Plans benutzt ein Wort, das in der Branche nicht vorkommt. |
| „Wiedervorlage“ | 1 | 2 | Fachjargon Dreimal in 17 Monaten. Als Produktbeschreibung unbrauchbar. |
| „Conversion“ | 1 | 57 | 57 : 1 Reines Agentursprech. |
| „Überblick“ | 3 | 30 | 10 : 1 Unser Wort, nicht seins. Im Angebot in Ordnung, im Cold Call schwach. |
| „Angebot“ | 127 | 112 | sein Wort Der einzige Begriff, bei dem der Kunde führt. Hier liegt die Sprache des Pitches. |
| „nicht erreicht“ / „erreichen“ | 122 | 180 | gemeinsame Sprache Der Zustand, den beide Seiten benennen können. |
| „Kunde“ · „Termin“ · „Montage“ · „Material“ | 761 | 1.043 | seine Welt Darum dreht sich sein Tag. Alles, was daneben liegt, ist für ihn ein Nebenthema. |
Der zentrale Satz aus Abschnitt 06. „Sie haben kein Anfragenproblem, Sie haben ein Verwertungsproblem“, benutzt ein Wort, das in 13.149 Wortmeldungen null Mal vorkommt. Und das erste versprochene Ergebnis. „Keine Anfrage kann mehr im Postfach verschwinden“, beschreibt den falschen Ort: Die Anfragen verschwinden nicht im Postfach, sie verschwinden in der Telefonhistorie.
Beides sind keine Stilfragen. Ein Satz in der Sprache des Verkäufers sortiert den Anrufer in die Kategorie „Agentur“, und das entscheidet sich in den ersten zehn Sekunden, bevor irgendein Argument gehört wird.
Die korrigierten Sätze
Bisher
„Sie haben kein Anfragenproblem. Sie haben ein Verwertungsproblem.“
„Keine Anfrage kann mehr im Postfach verschwinden.“
„Abgelehnte und offene Angebote laufen in eine Wiedervorlage mit Priorisierung.“
In seiner Sprache
„Bei Ihnen kommt genug rein. Die Frage ist, was davon bis zum Angebot kommt.“
„Keine Anfrage verschwindet mehr zwischen zwei Baustellen im Telefon.“
„Jedes Angebot, das raus ist und zu dem noch keine Entscheidung da ist, kommt automatisch wieder auf den Tisch, mit dem, was der Kunde beim letzten Mal gesagt hat.“
Die Doppelfrage ist Absicht. Fast jeder Betrieb ist im Oktober eine 7 und im Mai eine 3. Die Lücke zwischen beiden Zahlen ist der Verkauf, und sie umgeht das Timing-Problem aus Abschnitt 08, ohne dass der Anrufer es erklären muss.
Diese Auswertung stammt aus einem Kunden. Ab dem ersten SC1 gilt: Jedes Gespräch wird aufgezeichnet und in denselben Katalog einsortiert. Nach dreißig SC1 ist bekannt, welche fünf Sätze am häufigsten fallen, und der Aufhänger wird nicht mehr geschrieben, sondern ausgezählt. Das ist derselbe Vorgang wie hier, nur mit dreißig statt einer Quelle.
Outdoor Living
Hersteller und Fachbetriebe für Terrassenüberdachungen, Wintergärten und Pergolen. Deutschlandweit. Hoher Auftragswert, saisonaler Anfragenpeak, vorhandene Referenz.
Das Zielkundenprofil
Die harte Definition. Wer hier durchfällt, kommt nicht auf die Liste, unabhängig davon, wie sympathisch das Gespräch wäre. Übernommen aus business-os/clients.md und bisher nirgends in diesem Dokument festgehalten:
| Merkmal | Wert | Warum diese Grenze |
|---|---|---|
| Geschäftsmodell | Anfragengetriebener Verkauf mit hohem Auftragswert | Kein Handel, kein E-Commerce, kein Abo. Es muss ein Angebot geschrieben und verhandelt werden, sonst gibt es nichts zu retten. |
| Branche | Outdoor LivingTerrassenüberdachungen, Wintergärten, Pergolen, Markisen, Carports | Eine Branche, bis zehn Abschlüsse stehen. Die Nachbarschaft steht in Abschnitt 08. |
| Mitarbeiter | 5 bis 50 | Unter 5 fehlt der zweite Verkäufer. Über 50 beginnt der Einkaufsprozess und die IT redet mit. |
| Jahresumsatz | ab 500.000 € | Darunter trägt kein Betrieb 15.900 € über zwölf Monate, ohne dass es zur Existenzfrage wird. |
| Auftragswert | ab 5.000 € | Eine einzige gerettete Anfrage muss den Jahresvertrag bezahlen. Das ist die ganze Rechnung im SC1. |
| Entscheider | Inhaber, allein zeichnungsberechtigt | Kein Gremium, kein Beirat, keine Konzernmutter. Wer nicht am Tisch allein entscheiden kann, verlängert den Zyklus um Wochen. |
| Region | DeutschlandweitFörderpfad bevorzugt dort, wo die Quote hoch ist | Für den Standardweg ohne Förderung spielt die Region keine Rolle. Erst der Downsell macht sie relevant. |
Er schreibt Angebote abends und am Wochenende. Er hat das Gefühl, dass Anfragen zwischen Eingang und Abschluss verschwinden, kann es aber nicht belegen. Er ist von mindestens einer Agentur enttäuscht worden, die mehr Leads versprochen hat. Er arbeitet mit Excel, Notizzetteln oder einem CRM, das einmal eingerichtet und nie wieder angefasst wurde. Im Frühjahr explodieren die Anfragen, im Winter ist es still. Und er ist pragmatisch: Er will kein Werkzeug verstehen, er will, dass es läuft.
Sofortiger Ausschluss
Ein-Personen-Betriebe. E-Commerce und Handel ohne Angebotsprozess. Ausschreibungs- und Vergabegeschäft. Generalunternehmer und Bauträger. Betriebe ohne erkennbaren Anfragenstrom. Und jeder, der im Erstkontakt jemanden fragen muss, der nicht am Tisch sitzt.
Das beste Einzelsignal
Ein Betrieb, der gerade eine Stelle im Vertriebsinnendienst ausschreibt. Er hat den Engpass erkannt und löst ihn mit der teuersten verfügbaren Methode. Das ist der qualifizierteste Anruf, den es in dieser Zielgruppe gibt.
Die vier Filterkriterien
| Kriterium | Warum |
|---|---|
| Eigener Vertrieb mit mindestens 2 Personen | Ein-Mann-Betriebe brauchen kein CRM, sie brauchen einen Kalender. Kein Schmerz, kein Deal. |
| Sichtbare Inbound-AktivitätWebsite mit Anfrageformular, Portale, Ads | Es muss oben etwas reinlaufen, das unten verloren gehen kann. Ohne Anfragenstrom gibt es nichts zu heilen. |
| Saisonale Auslastung erkennbar | Der Peak erzeugt genau den Schmerz, der adressiert wird: mehr Anfragen als Bearbeitungskapazität. |
| Entscheider direkt erreichbar | Direktdurchwahl oder Mobilnummer vorab anreichern. Jeder Anruf, der im Vorzimmer endet, ist verbrannte Schlagzahl. |
Der Antagonist
Verkauft wird nicht gegen andere CRM-Anbieter. Der Gegner ist das gewachsene Nichtsystem: Excel-Listen, ein halb eingerichtetes CRM, das einmal aufgesetzt und nie wieder angefasst wurde, und Anfragen, die im Mailpostfach eines Verkäufers versanden. Zweiter Antagonist: die Lead-Gen-Logik, Anbieter, die oben mehr reinkippen, während unten das Leck bleibt.
„Sie haben kein Anfragenproblem. Sie haben ein Verwertungsproblem.“
Wer Growth Unit am Telefon ist
Ein Betrieb im Outdoor Living bekommt wöchentlich Anrufe von Marketingagenturen, Lead-Anbietern und Vertriebsberatern. Fällt Growth Unit in dieselbe Schublade, ist das Gespräch nach zehn Sekunden vorbei, unabhängig davon, wie gut der Rest des Skripts ist. Die Kategorie wird deshalb aktiv gesetzt, und zwar über die Abgrenzung: nicht Berater, sondern Erbauer.
| Formulierung | Einschätzung |
|---|---|
| „Wir bauen …“Verb statt Label | verwenden Kein Etikett, das später eingelöst werden muss. Das Verb trennt vom Berater und lässt sich mit der konkreten Bauliste belegen. |
| „Softwarehaus“ | nur wenn zutreffend Stärkste Abgrenzung, aber Überschreibung. Die erste technische Rückfrage bricht die Aussage, wenn Pipedrive konfiguriert statt Software entwickelt wird. |
| „Digitalisierung im Vertrieb“ | Zweitnennung Verstanden, aber abgenutzt. Im Cold Call zu blass. |
| „Automatisierung“ / „KI“ | im Cold Call vermeiden Zwei Effekte, beide schlecht: Einsortierung als KI-Bude, und der Gedanke „das kann ich mit ChatGPT selbst“. |
In keinem der drei Gespräche wird über Pipedrive, Workflows, Automatisierung oder KI gesprochen, bevor der Prospect seinen Verlust in Euro selbst ausgesprochen hat. Wer die Methodik zuerst erklärt, produziert einen informierten Interessenten, keinen Käufer. Und wer im Erstgespräch die komplette Lösung aufzeigt, hat den Auftrag für die Umsetzung bereits verschenkt.
Nach Problemen sortieren, nicht nach Firmengröße
Die vier Filterkriterien aus Abschnitt 06 beschreiben, wer das Problem haben könnte. Dieser Abschnitt beschreibt, wie man vor dem Anruf erkennt, wer es nachweislich hat, und wer die schlimmste Ausprägung davon hat.
„Mindestens zwei Verkäufer, sichtbare Inbound-Aktivität, saisonal“ sind Stellvertretermerkmale. Sie sagen: Dieser Betrieb sieht aus wie jemand, der das Problem haben könnte. Bei 600 Accounts heißt das, dass 600 Anrufe mit derselben Vermutung geführt werden.
Ein Problembeweis sagt etwas anderes: Dieser Betrieb hat es. Und wenn 150 der 600 einen Beweis tragen, werden die 150 zuerst angerufen. Mit einem Aufhänger, der aus dem Beweis besteht statt aus einer Branchenbeobachtung. Das ist der einzige Hebel im ganzen Trichter, der die Terminquote verändert, ohne dass am Skript etwas geändert wird.
Beobachtbare Problembeweise, öffentlich, pro Account, vor dem Anruf
| Signal | Woher | Was es beweist |
|---|---|---|
| Bewertungen mit „hat sich nie zurückgemeldet“, „kein Angebot bekommen“, „keine Rückmeldung“ | Google-Bewertungen, massenhaft abrufbar | stärkstes Signal Der Beweis kommt vom Kunden des Prospects, nicht von uns. Wer drei solche Bewertungen hat, hat die schlimmste Ausprägung des Problems, und weiß es meistens. |
| Anfrageformular mit mehr als sechs Pflichtfeldern, kein Terminbuchungslink, nur „Rückruf anfordern“ | Website | Das Leck beginnt oben. Und liefert nebenbei den ersten Wertmoment aus Abschnitt 14 als Gesprächsöffner. |
| Aktive Google-Ads-Schaltung auf Produktbegriffe | Anzeigentransparenz | Er kauft Anfragen ein. Es läuft oben etwas rein, das unten verloren gehen kann, und es kostet ihn Geld, wenn es das tut. |
| Offene Stelle „Vertriebsinnendienst“, „Bürokraft“, „Kundenbetreuung“ | Stellenportale, eigene Website | Er kennt den Engpass bereits und löst ihn gerade mit Personal. Der teuerste Weg. Ein Anruf zum richtigen Zeitpunkt. |
| Ausstellung oder Showroom, mehrere Standorte, benannte Ansprechpartner auf der Website | Website, Google-Profil | Beratungsverkauf mit echtem Vertrieb. Erfüllt das Kriterium „2+ Verkäufer“ belegbar statt geschätzt. |
| Fachpartner-Status bei einem Markenhersteller | Händlersuchen der Hersteller | Vorqualifiziert: kein Wiederverkäufer, kein Ein-Mann-Betrieb, Mindestumsatz durch den Hersteller geprüft. |
| Kein Impressum-Sammelpostfach, sondern personalisierte Adressen | Impressum | Direktansprache möglich. Spart Vorzimmer, das teuerste Ereignis im Trichter. |
Reihenfolge der Anrufliste: Betriebe mit mindestens zwei Signalen zuerst, davon die mit Bewertungssignal ganz oben. Nicht alphabetisch, nicht nach Postleitzahl, nicht nach Mitarbeiterzahl.
Woher die Liste kommt
Der schnellste Weg zu einer Liste ist nicht, sich Filter auszudenken, sondern rückwärts von bekannten Treffern zu arbeiten: Wo im offenen Netz steht der Referenzbetrieb und wo stehen die zwölf Wettbewerber, die im Projekt namentlich vorkamen? Dieselben Quellen liefern die übrigen sechshundert.
| Quelle | Warum sie taugt |
|---|---|
| Fachpartner- und Händlersuchen der Herstellermarkilux, weinor, SELT, Gibus, brustor, Warema, Solarlux, Somfy und die übrigen Marken aus dem Projekt | beste Quelle Vorqualifiziert durch den Hersteller, flächendeckend, mit Adresse und Website. Ein Betrieb mit Fachpartner-Status hat per Definition Ausstellung, Montage und Vertrieb. Und mehrere Marken gleichzeitig zu führen ist selbst ein Kaufsignal: Es bedeutet Sortimentsbreite und damit Beratungsaufwand. |
| Innungen und FachverbändeRollladen- und Sonnenschutztechnik, Metallbau, Tischlerei | Mitgliederverzeichnisse, regional sortiert. Deckt die Betriebe ab, die keine Herstellerbindung ausweisen. |
| Kartendienste mit Kategoriesuche, Radius um Ballungsräume | Liefert Bewertungen gleich mit, also Quelle und stärkstes Problemsignal in einem Abzug. |
| Wettbewerber-Umfeld des Referenzbetriebs | Wer im selben Markt um dieselben Anfragen kämpft, hat dieselbe Anfragenstruktur. Zwölf Namen sind aus dem Projekt bereits bekannt. |
Nicht die beste verfügbare Quelle zuerst, sondern die billigste, die eine belastbare Antwort liefert, und erst eskalieren, wenn sie nichts findet. Website und Impressum kosten nichts. Kartendienste und Herstellerverzeichnisse kosten fast nichts. Bezahlte Anreicherung wird nur für die Felder gezogen, die den Anruf tatsächlich entscheiden: Name des Entscheiders und Mobilnummer. Alles andere zuerst kostenlos versuchen.
Praktisch heißt das: 600 Accounts vollständig anreichern kostet im niedrigen dreistelligen Bereich, wenn die Reihenfolge stimmt, und ein Vielfaches, wenn man mit dem teuersten Werkzeug beginnt.
Die Branchenzahl, die den Aufhänger ersetzt
Der Aufhänger stützt sich derzeit auf eine Beobachtung und eine fremde Referenz. Beides ist ersetzbar durch eine eigene Zahl aus der Branche, und die ist in zwei Wochen zu erheben, ohne einen einzigen Kunden:
- Stichprobe ziehen. 40 bis 60 Betriebe aus der Liste, geografisch gestreut, außerhalb der ersten Anrufwelle.
- Über das Anfrageformular eine echte, ernst gemeinte Anfrage stellen. Mit echtem Namen, echter Nummer und einem realen Vorhaben, kein erfundener Fall. Wer zurückruft, bekommt eine ehrliche Antwort, was gerade passiert.
- Drei Werte messen: Zeit bis zur ersten Reaktion, Zeit bis zum Angebot, Anzahl der Kontaktversuche. Nach zehn Werktagen wird abgeschlossen.
- Auswerten und veröffentlichen. Ergebnis ist ein Satz der Bauart „Von 50 Fachbetrieben haben X nach fünf Werktagen nicht reagiert, der Durchschnitt bis zum Angebot lag bei Y Tagen.“
Sie gehört Growth Unit, sie ist nicht von der Freigabe eines Kunden abhängig, sie altert langsam, und sie wirkt in jedem Gespräch derselben Branche, auch bei denen, die den Referenzbetrieb kennen und ihn deshalb nicht als Argument akzeptieren. Sie liefert nebenbei den Aufhänger, eine Pressemitteilung, ein Lead-Magnet und die Grundlage für den Vergleich „Sie waren übrigens bei den X, die geantwortet haben“, was ein Gespräch anders eröffnet als jede Referenz.
Die Grenze: echte Anfragen mit echtem Vorhaben, in kleiner Stichprobe, und auf Nachfrage wird offen gesagt, was gemessen wird. Fingierte Massenanfragen binden die Zeit von Betrieben, die davon nichts haben, das wäre genau das Verhalten, das dieses Angebot bei anderen abschaffen soll.
Was das für Block A bedeutet
| Statt | Neu |
|---|---|
| „Liste bauen: 600–800 Accounts nach vier Kriterien“ | 600–800 Accounts plus Signalspalten, sortiert nach Anzahl der Problembeweise. Der Mehraufwand liegt bei ein bis zwei Tagen. |
| Anrufreihenfolge ergibt sich aus der Liste | Anrufreihenfolge ist eine Entscheidung: Signalträger zuerst, der Rest wird zur B-Liste für die Testanrufe in Block C. |
| Aufhänger stützt sich auf Referenz | Aufhänger stützt sich auf die eigene Branchenzahl, Referenz wird zur Absicherung dahinter. |
Wo dasselbe Leck sonst noch liegt
Outdoor Living bleibt die einzige Zielgruppe, bis zehn Abschlüsse stehen, die Regel aus Abschnitt 16 gilt unverändert. Dieser Abschnitt hebt sie nicht auf, sondern bereitet sie vor. Und er löst ein Timing-Problem, das im Plan bisher fehlt.
Outdoor Living hat seinen Anfragenpeak zwischen Februar und Juli. Der Vollbetrieb startet am 29. September, in dem Moment, in dem der Betrieb den Schmerz erinnert, aber nicht spürt. Der Kalender ist leer, die Montagesaison vorbei, das Telefon still.
Das ist kein Ausschlussgrund, aber es dreht den Aufhänger um 180 Grad: Verkauft wird nicht die laufende Überlastung, sondern der Zustand im Februar. „Wie viel ist Ihnen dieses Jahr hinten runtergefallen?“ statt „Wie viel fällt Ihnen gerade hinten runter?“, und daraus folgt ein Terminargument, das im Peak nicht funktioniert: Wer im Oktober baut, geht im Februar mit System in die Saison. Wer im Februar entscheidet, baut mitten im Peak. Die Nebensaison ist die einzige Zeit, in der ein Inhaber überhaupt Kapazität für ein Projekt hat. Das gehört in den Terminpitch aus Abschnitt 10.
Der Strukturtest, fünf Fragen, die eine Branche qualifizieren
Nicht die Branche entscheidet, sondern die Mechanik. Wer alle fünf Fragen mit Ja beantwortet, hat dasselbe Leck wie Outdoor Living, und dasselbe Skript trifft:
| Frage | Warum sie den Ausschlag gibt |
|---|---|
| Liegt der durchschnittliche Auftragswert über 5.000 €? | Eine einzige gerettete Anfrage muss den Jahresretainer bezahlen. Darunter wird der Nutzen zur Rechenübung. |
| Kommen die Anfragen inbound und in Wellen?Saison, Wetter, Förderfenster, Gesetzesänderung | Der Peak erzeugt den Schmerz: mehr Anfragen als Bearbeitungskapazität. Gleichmäßiger Zulauf erzeugt keinen Leidensdruck. |
| Liegen zwischen Anfrage und Auftrag Termin, Aufmaß und ein schriftliches Angebot? | Mehrere Wochen, mehrere Berührungen, jede davon eine Stelle, an der etwas liegen bleibt. Ohne Angebotsphase gibt es nichts wiedervorzulegen. |
| Verkaufen mindestens zwei Personen, und ist der Inhaber der Entscheider? | Ein-Mann-Betriebe brauchen einen Kalender, keinen Prozess. Konzerne haben einen Einkauf. |
| Werden Angebote geschrieben und dann nicht nachgefasst? | Das eigentliche Leck. Wer das verneint, ist entweder eine 9 auf der Skala oder er weiß es nicht, beides führt zurück in die Skalenfrage. |
Stufe 1 · Direkte Nachbarschaft
Gleicher Blueprint, gleiches Skript, teilweise dieselben Betriebe. Diese Kandidaten sind faktisch eine Erweiterung der Liste, keine neue Zielgruppe, sie dürfen sofort mit aufgenommen werden.
| Branche | Auftragswert | Anmerkung |
|---|---|---|
| Rollladen- & Sonnenschutz-Fachbetriebe | 3.000–20.000 € | Praktisch deckungsgleich. Viele führen Markisen ohnehin im Sortiment. |
| Carport- & Garagenbau | 8.000–40.000 € | Im Referenzbetrieb bereits die Produktlinie mit dem besten Leadpreis. Gleiche Saison, gleicher Kaufprozess. |
| Zaun-, Tor- & Sichtschutzbau mit Antriebstechnik | 5.000–25.000 € | Gleiche Saison, gleicher Beratungsverkauf, oft schwächer digitalisiert. |
| Wintergarten- & Kaltwintergartenbau | 15.000–60.000 € | Bereits im Kernsegment. Höchster Auftragswert der Stufe, längster Entscheidungsweg, die dankbarste Wiedervorlage. |
Stufe 2 · Gleiche Mechanik, gegenläufige Saison
Hier liegt der eigentliche strategische Wert. Diese Branchen haben ihren Anfragenpeak zwischen September und Februar. Exakt dann, wenn Outdoor Living still ist.
| Branche | Peak | Auftragswert | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Fenster & Haustüren | Sep–Feb | 10.000–40.000 € | Hohe Anfragedichte, langer Angebotsprozess, Förderthematik als natürlicher Anknüpfungspunkt. |
| Heizung, Wärmepumpe, Sanitär | Sep–Feb | 15.000–45.000 € | stärkster Kandidat Anfragenflut durch Förderfenster, chronisch überlastete Angebotserstellung, und die BAFA-Listung ist hier kein Randargument, sondern gemeinsame Sprache. |
| Bäder & Komplettbadsanierung | Okt–Mär | 20.000–60.000 € | Ausstellung, mehrere Verkäufer, sehr lange Entscheidungszeit. Nachfassen ist hier der gesamte Vertrieb. |
| Kamin- & Ofenbau | Aug–Nov | 5.000–20.000 € | Kurzer, heftiger Peak. Kleinere Betriebe, Filterkriterium „2 Verkäufer“ streng anwenden. |
| Photovoltaik & Speicher | ganzjährig | 12.000–35.000 € | nur als Test Passt mechanisch perfekt, ist aber von Anbietern überlaufen und preislich unter Druck. Hohe Ablehnungsreflexe am Telefon. |
Eine Zielgruppe aus Stufe 2 ist keine Verwässerung, sondern die Auslastung derselben Schlagzahl über zwölf Monate. Ohne sie hat die Akquise ein strukturelles Sommerloch: Wenn Outdoor Living im Mai im Peak steht, hat kein Inhaber Zeit für einen SC1, genau dann läuft der Trichter leer.
Die Regel bleibt trotzdem stehen: geöffnet wird erst nach zehn Abschlüssen in Outdoor Living. Entschieden ist mit diesem Abschnitt nur, welcher Kandidat dann als erster drankommt, und dass die Entscheidung nicht im Februar unter Zeitdruck getroffen werden muss.
Stufe 3 · Später, wenn das Skript sitzt
Identisches Verwertungsproblem, aber andere Sprache und andere Listen. Erst sinnvoll, wenn zwei Verticals nachweislich laufen:
- Küchenstudios, Ausstellung, mehrere Verkäufer, Auftragswerte von 15.000 bis 50.000 €, notorisch schlechtes Nachfassen bei nicht gekauften Planungen.
- Schwimmbad-, Pool- & Whirlpool-Fachbetriebe, extremste Saisonalität überhaupt, Auftragswerte bis 80.000 €, sehr kleine Anbieterzahl je Region.
- Sauna- & Wellnessbau, kleiner Markt, aber hoher Auftragswert und praktisch keine Prozessdigitalisierung.
- Garten- & Landschaftsbau mit Planungsleistung, nur Betriebe mit echter Angebotsphase; reine Pflegebetriebe fallen durch den Strukturtest.
- Treppenbau & hochwertiger Innenausbau, langer Entscheidungsweg, viele parallele Angebote, wenig System.
Was nie Zielgruppe wird
Struktureller Ausschluss
Ein-Personen-Betriebe. Alles mit Ausschreibungen und Vergabeverfahren. Generalunternehmer und Bauträger, dort entscheidet ein Einkauf, keine Anfrage. Reine Wartungs- und Servicebetriebe ohne Angebotsphase. Und jede Branche, in der der Auftragswert unter 5.000 € liegt, egal wie sympathisch der Betrieb ist.
Die Regel dahinter
Eine schwierige Liste ist ein Filterproblem, kein Zielgruppenproblem, das steht so in Abschnitt 16 und ist der häufigste Grund, zu früh zu wechseln. Diese Leiter existiert, damit der Wechsel eine Entscheidung wird und keine Fluchtbewegung.
Was 200 Anrufe am Tag ergeben
Planungsgrundlage für den Start, gerechnet auf 20 Arbeitstage und einen Vollzeit-Akquisiteur. Die Quoten sind Erfahrungswerte aus vergleichbaren Projekten, nach vier Wochen werden sie durch die eigenen ersetzt. Entschieden am 13. August 2026: 200 Wählversuche pro Tag, entsprechend der SalesHAX-Vorgabe. Alles darunter gilt dort als Testbetrieb.
Der Weg zu 50.000 € Cash pro Monat
| Monat | Abschlüsse | Aufbau-Cash | Retainer | Basis | Cash gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Oktober | 1,3 | 8.970 € | 975 € | 7.500 € | 17.445 € |
| November | 2,7 | 18.630 € | 3.000 € | 7.500 € | 29.130 € |
| Dezember | 4,0 | 27.600 € | 6.000 € | 7.500 € | 41.100 € |
| Januar | 4,8 | 33.120 € | 9.600 € | 7.500 € | 50.220 € |
| Februar | 4,8 | 33.120 € | 13.200 € | 7.500 € | 53.820 € |
| März | 4,8 | 33.120 € | 16.800 € | 7.500 € | 57.420 € |
| April | 4,8 | 33.120 € | 20.400 € | 7.500 € | 61.020 € |
| Juli | 4,8 | 33.120 € | 31.200 € | 7.500 € | 71.820 € |
Erster 50k-Cash-Monat: Januar 2027, drei Monate früher als in der 150er-Rechnung. Die Retainer-Basis wächst in zehn Monaten von 7.500 € auf rund 38.700 € und macht den Umsatz unabhängig vom Verkaufsmonat. Ohne Churn gerechnet, diese Annahme gehört noch geprüft.
Der Trichter erzeugt bei 200 Anwahlen vier SC1-Termine pro Tag. Zusammen mit den Sales Calls ergibt das folgende Tagesrechnung: 200 Anwahlen à zwei Minuten Handling sind 6,7 Stunden, vier SC1 à 45 Minuten sind 3 Stunden, dazu gut eine Stunde SC2. Macht 10,6 Stunden am Tag, und das ohne Vorbereitung, Protokoll und Angebotsschreiben.
Die Entscheidung für 200 ist damit zugleich eine Entscheidung über die Arbeitsteilung. Drei Wege, einer muss gewählt werden: ein Dialer, der die Anwahlzeit halbiert. Oder Akquise- und Termintage werden getrennt, dann sinken die Wählversuche auf rund 2.500 im Monat und der Trichter liefert 3 statt 4,8 Abschlüsse. Oder die SC1 werden früher abgegeben als geplant.
Bei 200 Anwahlen ist der Engpass nicht mehr die Akquise, sondern die Umsetzung. Der Trichter liefert 4,8 Abschlüsse im Monat, das sind ein bis zwei Abschlüsse mehr, als eine Person nebenbei aufbauen kann. Der Hiring-Trigger wandert damit von der Akquise in die Delivery, und zwar auf einen Zeitpunkt, der aus dem Hochlauf ablesbar ist: Dezember, sobald vier Abschlüsse im Monat zusammenkommen.
Umgekehrt gilt weiterhin: Wer bei 60 Anrufen am Tag landet, halbiert nicht das Ergebnis, sondern schiebt es unter die Schwelle, ab der die Quoten überhaupt aussagekräftig werden. Schlagzahl ist kein Fleiß-, sondern ein Messbarkeitsthema.
Die harte Kapazitätsgrenze
200 Anrufe am Tag sind mehr als eine Vollzeitstelle. Wenn Valentin akquiriert, bleiben für die Umsetzung im Wesentlichen Janoschs 20 Personentage pro Monat. Daraus folgt eine Zahl, die alles andere bestimmt:
| Aufwand je Aufbau | Bedarf bei 4,8 Abschlüssen | Verfügbar | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 3 Personentage | 14,4 PT | 20 PT | trägt, mit Luft |
| 4 Personentage | 19,2 PT | 20 PT | trägt, ohne Luft |
| 5 Personentage | 24,0 PT | 20 PT | 4 PT fehlen |
| 6 Personentage | 28,8 PT | 20 PT | 8,8 PT fehlen |
| 7 Personentage | 33,6 PT | 20 PT | nicht lieferbar |
Mit der Entscheidung für 200 Anwahlen wird aus der Fünf-Personentage-Grenze eine Vier-Personentage-Grenze. Bei fünf Personentagen fehlen vier Tage im Monat, und zwar dauerhaft, nicht in der Spitze. Es gibt genau zwei Auswege, und sie schließen sich nicht aus: der Aufbau muss unter vier Personentage, oder die Delivery bekommt ab Dezember eine zweite Person.
Damit ist die Produktisierung des Setups nicht mehr die wertvollste Arbeit der kommenden Wochen, sondern die Bedingung dafür, dass ab Januar überhaupt verkauft werden darf. Und sie hat jetzt eine Frist: Der erste Aufbau wird gestoppt gemessen, damit vor Dezember feststeht, welcher der beiden Auswege gebraucht wird.
Cold Call → SC1 → SC2
Drei Gespräche mit drei verschiedenen Aufgaben. Keines erledigt die Aufgabe des nächsten.
Cold Call, Terminierung
Von 30 erreichten Entscheidern pro Tag sind 27 irrelevant. Gesucht werden die 3 mit echtem Schmerz. Diese Gleichgültigkeit ist kein Zynismus, sondern das, was den Druck aus der Stimme nimmt, und Druckfreiheit ist der einzige Grund, warum jemand am Telefon bleibt. Wer jeden Anruf gewinnen will, verliert alle.
| Phase | Aufgabe | Grenze |
|---|---|---|
| 0 · Vorzimmer | Filterfunktion. Nicht pitchen, nicht erklären. Zwei Versuche, dann höflich raus und Wiedervorlage. | Erste Priorität bleibt, das Vorzimmer über Direktdurchwahlen ganz zu umgehen. |
| 1 · Intro | Ehrlicher Einstieg mit Erlaubnisfrage. Dann Pause, die Zustimmung ist das erste Mikro-Commitment. | max. 15 Sek. |
| 2 · Aufhänger & Referenz | Beobachtung aus der Branche plus Referenzfall. Werkzeugneutral formuliert. | max. 45 Sek. |
| 3 · Skalenfrage | Die erste Interaktion. Misst das Ergebnis, nicht das Werkzeug. | Dann Pause. Die Zahl wird notiert und im SC1 wieder aufgegriffen. |
| 4 · Vertiefung & Terminpitch | Angedockt an die Zahl, die er gerade selbst genannt hat. | Jetzt darf es länger werden. |
| 5 · Absicherung | Handynummer und explizite Absage-Zusage. Hier wird die Show-Rate entschieden. | Am Vortag kurze Nachricht mit dem Kernthema, keine Bestätigungsfrage. |
| Antwort | Reaktion |
|---|---|
| 3 bis 7 | Termin. Direkt weiter in die Vertiefung. |
| 8 bis 10 | „Was fehlt Ihnen zur 10?“, die Antwort ist fast immer ein konkreter Bruch. Dann Termin. |
| 1 bis 2 | Kein Ausschluss, aber prüfen: Gibt es überhaupt Anfragenvolumen und mehr als einen Verkäufer? Sonst freundlich beenden. |
| „Weiß ich nicht“ | Die ehrlichste 3. „Genau das ist der Punkt, wenn man es nicht sagen kann, weiß es meistens auch sonst keiner.“ |
Einwandbehandlung im Cold Call
| Einwand | Antwort |
|---|---|
| „Kein Interesse.“Reflex in den ersten 10 Sek. | „Verstehe ich, Sie wissen ja noch gar nicht, worum es geht. Geben Sie mir die 45 Sekunden, und wenn es nichts für Sie ist, sagen Sie es mir direkt und ich bin weg.“ |
| „Schicken Sie mir was per Mail.“ | „Mache ich gerne. Damit ich Ihnen nicht das Falsche schicke: Wie viele Anfragen kommen bei Ihnen in der Saison im Monat rein?“ → zurück in die Skalenfrage. |
| „Wir haben schon ein CRM.“kein Ausschluss, oft der bessere Kunde | „Gut, dann ist die Basis da. Bei den meisten, die eins haben, ist die Frage nur, ob wirklich alle damit arbeiten oder ob nebenher noch Outlook-Postfächer und Zettel mitlaufen. Wo würden Sie sich auf der Skala einordnen?“ |
| „Wir haben genug Aufträge.“ | „Das höre ich in der Saison oft, und genau dann fällt am meisten hinten runter, weil keiner nachkommt. Es geht nicht um mehr Anfragen, sondern um die, die Sie schon haben.“ |
| „Das macht bei uns intern jemand.“ | „Gut, dann ist die Basis da. Bei den meisten scheitert es nicht am Aufsetzen, sondern daran, dass danach niemand die Zahlen anschaut. Wann haben Sie zuletzt gesehen, wie viele Angebote offen sind?“ |
| „Keine Zeit.“ | „Klar, deshalb rufe ich auch nicht länger an. Wann passt es besser, heute Nachmittag oder morgen früh?“ |
| „Es rufen ständig Leute an.“der Einwand, für den BAFA gebaut ist | „Kann ich mir vorstellen. Eine Firma zu gründen und loszutelefonieren, dafür reicht heute ein Gewerbeschein. Wir sind seit [Jahre] in dem Feld und als Beratungsunternehmen bei der BAFA gelistet, dafür wird geprüft, wer dahintersteht. Das sagt nichts darüber, ob wir zu Ihnen passen. Aber es sortiert schon mal die Hälfte der Anrufer aus.“ |
BAFA ist ein Vertrauensanker, kein Kaufargument. Wer im Cold Call mit Förderquoten einsteigt, verkauft ab diesem Moment ein günstiges Ding statt einer Lösung für einen sechsstelligen Verlust, und muss im SC2 erklären, warum das Gesamtpaket trotzdem 16.000 € kostet. Der Preisanker sinkt, bevor er überhaupt gesetzt wurde.
Regel: Nur auf Trigger, nur ein Satz, nie mit Prozentzahlen. Trigger sind Skepsis oder eine hohe Terminhürde.
SC1 · Setting, Schmerz und Preisanker
35–45 Minuten. Ziel ist nicht der Abschluss. Ziel ist, dass der Prospect mit drei Dingen aus dem Gespräch geht: einer Zahl, die weh tut, einem Preisanker, und der offenen Frage, wie die Lösung in seinem Fall konkret aussieht. Redeanteil Valentin: maximal 40 %.
| Phase | Kern |
|---|---|
| Intro · max. 3 Min | Rapport, Ebene, Short Story. Endet, wenn er es beendet, nicht wenn der Verkäufer fertig ist. |
| 1 · Framing | Dreischritt und Mikro-Commitment. Pflicht, nie weglassen: erst Fragen, dann wer wir sind, am Ende ehrliche Einschätzung ob Hebel oder nicht. |
| 2 · Expertenframing | Rollen klären, Referenz nur anreißen. Wer die Case Study hier komplett erzählt, hat später kein Argument mehr. |
| 3 · Pain Discovery | Der Prospect spricht. Nicht diagnostizieren, nicht bewerten. Nach jeder Antwort einmal nachhaken. |
| 4 · Pain Quantification | Kernstück. Laut rechnen, mit seinen Zahlen, als Rückfrage, nie als Behauptung. |
| 5 · Priorität prüfen | Selektion vor Sympathie. Wer ausweicht, bekommt keinen SC2. |
| 6 · Lösungsrichtung + Preisanker | Richtung zeigen, nicht den Weg. Preisanker fällt hier, nicht im SC2. |
| 7 · Antagonisten-Framing | IT-Dienstleister, Steuerberater und ChatGPT werden zwischen den Terminen gefragt. Wer das nicht vorher rahmt, verliert die Deutungshoheit. |
| 8 · SC2 terminieren + Hausaufgabe | Nie ohne Entscheider, nie ohne Datum. Die Hausaufgabe ist der beste Show-Rate-Indikator. |
Im Gespräch ausschließlich mit den Angaben des Prospects rechnen, und lieber konservativ ansetzen. Eine niedrige Zahl, der er zustimmt, wirkt stärker als eine hohe, die er anzweifelt. Dann: Stille.
Der Preisanker im SC1 filtert und entschärft. Wer bei 7.000 € aussteigt, hätte auch im SC2 nicht gekauft, nur zwei Stunden später. Und wer zustimmt, hat den Preis bereits akzeptiert, bevor das Angebot präsentiert wird.
Ein erfolgreicher SC1 endet mit: einer vom Prospect selbst bestätigten Verlustzahl in Euro, einem akzeptierten Preisrahmen, einem Termin mit Datum und allen Entscheidern, einer vergebenen Hausaufgabe und einem gesetzten Antagonisten. Fehlt eines davon, ist der SC2 ein Informationsgespräch, kein Closing.
SC2 · Closing, Entscheidung
45 Minuten. Der Preis ist bereits bekannt, der Schmerz beziffert. In diesem Gespräch wird nicht neu überzeugt, sondern entschieden. Der Closing-Teil selbst dauert maximal 5 Minuten.
Dann Stille. Wer nach der Abschlussfrage weiterredet, verhandelt gegen sich selbst. Nach 5 Minuten ohne Commitment: nicht nachdrücken. Folgetermin mit Datum, konkrete Hausaufgabe, Gespräch beenden.
| Einwand im SC2 | Vorgehen |
|---|---|
| „Ich muss das mit meinem Partner besprechen.“ | Fragekette, nicht diskutieren: 1. „Investieren Sie hier Geld, oder holen Sie sich etwas zurück, das gerade verloren geht?“ 2. „Angenommen, Ihr Partner hört: Wir investieren 16.000 €, um [Jahresverlust] zu stoppen. Woran würde er sich stören?“ 3. „Jeder Monat Verzögerung sind rund [Monatsverlust], die nicht wiederkommen.“In 80 % der Fälle ein Komfort-Einwand, kein Entscheider-Problem. |
| „Das ist zu teuer.“ | „Verstehe ich. Nur damit ich es richtig einordne, ist es zu teuer im Verhältnis zu dem, was liegen bleibt, oder ist das Geld gerade nicht da? Das sind zwei verschiedene Themen.“ |
| „Ich melde mich nächste Woche.“ | „Machen wir gerne konkret. Was genau müssen Sie bis dahin klären? … Gut, dann sprechen wir am Donnerstag um 10 Uhr, und Sie sagen mir Ja oder Nein. Beides ist völlig in Ordnung.“ |
| „Wir wollen erstmal klein anfangen.“ | Kontrolliert in den Downsell, nicht ins Rabattgespräch. |
| „Wir machen das lieber selbst / mit KI.“ | „Das Aufsetzen ist auch nicht das Problem. Das Problem ist, dass es danach niemand pflegt und die Verkäufer nach drei Wochen wieder in Excel arbeiten. Wer würde das bei Ihnen dauerhaft verantworten?“ |
Wer den Antrag unterschreibt, ohne die Umsetzungsentscheidung getroffen zu haben, hat nicht gekauft, er hat vertagt. Aus „Ja“ wird „Wir warten auf den Bescheid“, der Deal kühlt über Wochen aus, und der Antagonist bekommt Zeit.
Regel: Antrag nur, wenn die Entscheidung für die Umsetzung mündlich steht. Sonst ist er kein Abschluss, sondern eine höfliche Absage mit Unterschrift.
Was aus dem Coaching zurückkommt
Session vom 12. August 2026 mit Leon Breidenbach, 59 Minuten. Vollständiges Transkript unter SALESHAX/Transcripts/. Das meiste bestätigt den bestehenden Plan. Zwei Punkte widersprechen ihm, und einer davon ist ein Haftungsthema.
Bestätigt
| Was er sagt | Deckt sich mit |
|---|---|
| Der ehrliche Einstieg mit Erlaubnisfrage. Wortgleich zu dem, was bereits im Skript steht. Seine Quote bei einem anderen Kunden: 60 bis 65 Prozent sagen „erzählen Sie mal“, 35 Prozent brechen sofort ab. Seine Bewertung: kostet Reichweite, gewinnt hinten. | Abschnitt 10, Phase 1 |
| Ohne diesen Einstieg wandert die Bruchstelle zur Short Story oder zur Qualifizierung. Genau dafür existiert der Ergebniscode „Abbruch während Aufhänger“. | Abschnitt 15 |
| Die Skalenfrage von 1 bis 10, in derselben Formulierung. Plus eine zweite, interne Skala: Wie terminierbar wirkt die Person? Unter 5 wird nicht weiter investiert. | Abschnitt 10, Phase 3 |
| Setup wird nicht als Stundenkontingent ausgewiesen, sondern nur als Leistungsumfang. Begründung: Es sind später Plug-and-Play-Systeme, in einem Tag ausrollbar. | Abschnitt 03, heute genau so umgestellt |
| BAFA erst nach dem Aufwärmen, nie als Einstieg. Seine Begründung ist schärfer als unsere: Je günstiger und je stärker gefördert, desto schlechtere Kunden. Wer zahlungswillig ist, wird ohne Antrag geschlossen, für den ist Förderung nur Papierkram. | Abschnitt 02, Cash-Cycle |
| Die Nebensaison ist kein Nachteil, sondern das Argument. „Gerade in diesen Phasen geht es darum, einen kompletten Überblick zu haben und die Leads zu recyceln, die sich in der Vergangenheit mal eingetragen haben.“ | Abschnitt 08, Timing-Problem |
| Die zwei Lecks als Kern der Diagnose: Ein Teil der Anfragen bekommt gar kein Angebot, weil in der Saison niemand hinterherkommt. Und Angebote gehen raus, der Kunde meldet sich nicht, niemand fasst systematisch nach. | Abschnitt 02, die zwei Maßnahmen |
Neu, und direkt übernehmbar
| Baustein | Inhalt |
|---|---|
| Retainer, ausformuliert | Monatlicher 30-Minuten-Zahlencall mit fester Agenda und Pipeline-Report im Nachgang. Anpassungskontingent von 2 Stunden pro Monat, ausdrücklich nicht kumulierbar. Einrichtung und Einweisung neuer Verkaufsmitarbeiter, gedeckelt auf eine feste Anzahl pro Jahr. Darüber hinaus: Aufwandsschätzung und Einzelpreis, oder Hochstufung des Retainers. |
| Wie die 2 Stunden kommuniziert werden | Offen nennen, aber entspannt rahmen: „In der Regel wird das nicht groß genutzt. Sie haben bis zu zwei Stunden Anpassungen mit drin, da schaffen wir erfahrungsgemäß viel.“ Nicht verstecken, nicht als Limit verkaufen. |
| Vertragslaufzeit | 12 Monate mit automatischer Verlängerung, Kündigung 3 Monate vor Ablauf. Anker immer auf 12 Monate setzen. Bei Widerstand eine Ausstiegsklausel nach 6 Monaten anbieten, gekoppelt an definierte KPIs. Seine Erfahrung: Die Leute schließen danach trotzdem auf 12 Monate ab. |
| Der Preis als Einstiegsentscheidung | Alternative zum Vollpreis: mit 4.900 oder 5.900 starten, Gefühl für den Markt bekommen, dann schrittweise anheben. Sein eigener Weg lief von 1.200 über 1.500, 2.000 und 2.500 auf 3.000, bei 3.500 kam der Bruch und die Abschlussquote fiel. |
| Wiedervorlage-Skript | Kein eigenes Skript, sondern der Aufhänger aus den Notizen des letzten Gesprächs: „Wir hatten letzten Monat gesprochen, das und das war die Thematik, ich hatte Ihnen von der Referenz erzählt.“ Dann zurück in die Qualifizierung. Voraussetzung: Im ersten Gespräch wird mitgeschrieben. |
| Jones-Effekt | In der Wiedervorlage das Wachstum der Konkurrenz vor Augen halten: „Ich kenne Ihre Ausgangslage, ich hatte viele Unternehmen an diesem Punkt, und die stehen jetzt da.“ Wirkt stärker, wenn der genannte Betrieb in der Nähe sitzt. |
| Der Termin-Deframe | Termin als 20 bis 30 Minuten verkaufen, nicht als 30. Und bei Zögern: „Wenn Sie nach fünf Minuten sagen, das führt zu nichts, legen Sie so unhöflich wie möglich auf. Ich setze Sie auf die Blacklist, es meldet sich nie wieder jemand.“ |
| Blacklist, eng definiert | Nur bei ausdrücklicher schriftlicher Aufforderung, nicht mehr kontaktiert zu werden. Alles andere bleibt monatlich im Follow-up. |
| BAFA als Seriositätsanker | Nur wenn der Prospect im Opening verhalten reagiert: Eine Firma gründen kann jeder beim Gewerbeamt, eine Zertifizierung durchlaufen nicht. Zwei Vorteile in einem Satz: Sicherheit über den Anbieter, und Förderfähigkeit. Danach zurück auf den Termin. |
Sein Aufhänger endet mit dem Satz, der Betrieb sei „mit uns in der und der Zeit von 70 auf knapp 3 Millionen Euro Jahresumsatz gewachsen“. Das ist genau die Kausalbehauptung, die nach Abschnitt 04 nicht haltbar ist: Die knapp 3 Millionen sind der Gesamtumsatz des Betriebs, der zum überwiegenden Teil vor der Zusammenarbeit bestand. Die 70.000 sind das jährliche Werbebudget, keine Ausgangsbasis.
Das ist kein Stilthema. Der Satz wird in jedem Anruf gesagt und ist beim ersten Prospect, der nachfragt, nicht belegbar. Vor dem ersten Anruf zu klären, und zwar mit Leon direkt: Ersetzen durch die belastbare Fassung aus Abschnitt 04, bis die Auswertung aus dem CRM des Referenzbetriebs vorliegt.
Sein Vorschlag zur Angebotsstruktur: eventuell zwei Angebote platzieren, die beide förderfähig sind, „die dann zwar als Workshops verkauft werden, aber intern als Setup behandelt“.
Das ist genau die Konstruktion, vor der Abschnitt 02 warnt. Eine Umsetzungsleistung, die als Beratung deklariert wird, ist nicht förderfähig, und das Risiko trägt am Ende der Kunde, dessen Bewilligung zurückgenommen werden kann. Leon kommt aus dem Vertrieb, nicht aus der Förderlogik. Die Bewertung dieses Punktes liegt bei Janosch, nicht bei ihm. Bis dahin gilt unverändert: zwei getrennte Verträge, keine Kombipaketierung, keine Umdeklaration.
Seine Benchmarks gegen unser Modell
| Kennzahl | SalesHAX | Modell in Abschnitt 09 | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Wählversuche pro Tag | 200 bis 250 | 150 | er liegt höher Bei 9 bis 18 Uhr mit minimaler Pause hält er 250 für machbar. Unser Ansatz von 150 ist die vorsichtigere Zahl, sie bleibt. |
| Anwahl zu Termin | 2 bis 4 % | 2 % | deckt sich Er rechnet mit 2 bis 3, ein Kunde lag gestern bei 4,1 Prozent mit 7 Terminen auf 172 Anwahlen. |
| Termine pro Woche | 12 bis 15 | 15 | deckt sich Sein Zielkorridor, den er selbst als „schon sehr ordentlich“ bezeichnet. |
| Termin zu Abschluss | 7 bis 8 % | 6 % | deckt sich Inklusive No-Shows und Disqualifizierung. Er selbst kam auf 17 Prozent, allerdings durch radikales Aussortieren im Opening. |
| Entscheider-Erreichbarkeit | stark branchenabhängig | 20 % | unsere Annahme ist ungeprüft Seine Spanne reicht von 5 bis 50 erreichten Entscheidern bei 200 Anrufen. Das ist die Zahl, die unser Modell am stärksten trägt und die wir noch nicht kennen. |
Ergebnis: Der Trichter in Abschnitt 09 hält der externen Prüfung stand. Die einzige echte Unbekannte ist die Erreichbarkeit von Entscheidern im Outdoor Living, und die entscheidet sich an der Listenqualität, also an Abschnitt 07.
Lead-Segmentierung, die vor dem ersten Anruf angelegt wird
Seine Kategorien für das eigene CRM. Sie gehören in Pipedrive angelegt, bevor telefoniert wird, sonst entsteht die Wiedervorlage nie:
| Stufe | Bedeutung | Behandlung |
|---|---|---|
| A+ | Liegengebliebene Vorgänge, faktisch sofort abschlussfähig | Chefsache, zuerst anrufen |
| A | Echtes Interesse, aber der Zeitpunkt passte nicht | Chefsache, engmaschig |
| B | Interesse vorhanden, falscher Zeitpunkt oder falsche Phase | Geht an neue Mitarbeiter |
| C | Verhalten, geht nicht in ein echtes Gespräch | Wird nicht mehr angegangen |
| D | Legt auf | Wird nicht mehr angegangen |
Seine Nachfasstaktung: nicht erreicht heißt alle drei Tage erneut anrufen, bis erreicht. Erreicht und nicht relevant heißt Wiedervorlage in ein bis zwei Monaten, nach einem schlechten Gespräch in vier bis sechs. Er selbst führt dauerhaft 500 bis 600 offene Follow-up-Aufgaben.
Auf die Frage, was eine Liste von nur 2.000 Betrieben bedeutet, war seine Antwort eindeutig: durcharbeiten, bis jeder Einzelne den Namen gehört hat und bei jedem geklärt ist, ob er Kunde werden kann. In seiner Agenturzeit waren es 8.000 Kontakte bei drei Akquisiteuren. Die Liste ist damit kein Engpass, sie muss nur vollständig und sortiert sein. Das ist die Aufgabe aus Abschnitt 07.
Als nächste Zielgruppen nennt er von sich aus SHK und Photovoltaik. SHK deckt sich mit unserer eigenen Einschätzung in Abschnitt 08. Bei Photovoltaik ist er deutlich optimistischer als wir: hoher Leidensdruck, kaum Nachfassprozesse, es wird stattdessen jeden Monat neu eingekauft.
Hausaufgaben aus der Session
| Aufgabe | Owner | Status |
|---|---|---|
| Angebot konkretisierenMit und ohne Förderpreisung, Szenarien für Setting und Closing, Anrechnungslogik, ohne Kombipaketierung | Valentin + Janosch | offen |
| Input zu den Leitfäden zurückspielenInklusive der Transkript-Auswertung aus Abschnitt 05, in die gemeinsame Gruppe | Valentin | offen |
| Referenzsatz im Skript korrigierenErgibt sich aus Konflikt 1, war nicht Teil der Session | Valentin | offen |
| Förderkonstruktion prüfenErgibt sich aus Konflikt 2 | Janosch | offen |
| Zwei bis drei Akquiseskripte zur Auswahl schicken | Leon | zugesagt |
| Gemeinsame Gruppe mit allen Beratern aufsetzen | Leon | erledigt |
| Meetings ab nächster Woche auf Google Meet umstellenZoom hat den Recorder zweimal ausgesperrt | Leon | zugesagt |
| 30-Minuten-Termin zur Analyse der Anfrage-Ausfälle | Beide | zu terminieren |
Auf die Frage nach Einwandbehandlung antwortete er sinngemäß: Wer erst achtzig Anrufe gemacht hat, hat keine Datenbasis für die Frage. Erst beim Dreifachen werden Muster sichtbar, die man beheben kann. Ein einzelner Lead, der keinen Termin will, hat null Aussagekraft. Das ist dieselbe Logik wie die Änderungsregel in Abschnitt 15 und gilt für die ersten vier Wochen wörtlich.
Die ersten 30 Tage
Wenn Wert erst im dritten Monat sichtbar wird, beginnt Churn psychologisch in Woche zwei. Der Kunde muss innerhalb von zehn Arbeitstagen Fortschritt spüren.
| Fenster | Was der Kunde erlebt | Was gebaut wird |
|---|---|---|
| Tag 0–2 | Klarheit und Tempo | Kickoff, Zugänge, Ist-Aufnahme, Verantwortliche je Anfragequelle, Ausgangswerte messen |
| Tag 3–5 | Er sieht das Leck zum ersten Mal in Zahlen | Auswertung: wie viele Anfragen ohne Angebot, wie viele Angebote ohne Nachfassen, wie viel offenes Volumen |
| Woche 2 | Etwas läuft | Anfrage-Eingang mit Verantwortlichem und Frist ist live. Ab jetzt kann nichts mehr im Postfach verschwinden. |
| Woche 3 | Die Verkäufer arbeiten damit | Wiedervorlage für offene und abgelehnte Angebote, Einarbeitung der Verkäufer, erste Rückholungen |
| Woche 4 | Er kann es intern erklären | Überblick steht. Erstes gemeinsames Zahlen-Review: Ausgangswert gegen heute. |
Vor dem ersten Handgriff werden die Werte gemessen, die in 90 Tagen den Garantiefall entscheiden: Anfragen ohne Angebot, offene Angebote ohne nächsten Schritt, durchschnittliche Bearbeitungszeit. Ohne Ausgangswert gibt es später keinen Beweis, und die Garantie wird zur Auslegungsfrage.
Standardisierung: der Aufbau als Produkt
Jeder Aufbau muss den nächsten billiger machen. Zielzustand nach drei bis vier Projekten: der Aufbau ist Konfiguration, keine Konstruktion.
| Baustein | Zielzustand |
|---|---|
| Pipedrive-Blueprint | Pipeline, Felder, Stages und Rechte als importierbare Vorlage, nicht jedes Mal neu geklickt |
| Automationsvorlagen | Fristen, Wiedervorlagen, Eskalationen und Benachrichtigungen als Bausteine mit Parametern |
| Anfrage-Eingang | Formular, Portale und Mailpostfächer nach einem festen Muster angebunden |
| Auswertung | Ein Standard-Dashboard, das bei jedem Kunden dieselben fünf Zahlen zeigt |
| Einarbeitung | Feste Agenda, Kurzvideos, Ein-Seiten-Anleitung für die Verkäufer, wiederverwendbar |
| Übergabe | Checkliste, was gebaut wurde, wer wofür verantwortlich ist, was der Kunde selbst ändern darf |
Messgröße: Personentage je Aufbau. Wird nach jedem Projekt erfasst. Zielwert unter 4. Bei 200 Anwahlen entscheidet diese Zahl darüber, ob überhaupt geliefert werden kann.
Wo die Leistung aufhört
Der Scope ist zuletzt zerlaufen und hat Marge und Zeit gefressen. Fester Umfang, den der Kunde als Selbstverständlichkeit annimmt, und klare Grenzen.
Großzügig sein bei
Denken, Priorisieren, ehrlicher Einschätzung, unerwarteten Insights, einer Vorstellung, einem Fix, der zehn Minuten kostet. Das kostet wenig und bindet stark.
Hart sein bei
Wiederkehrender Umsetzungsarbeit außerhalb des Scopes, zusätzlichen Kanälen, zusätzlichen Tools, zusätzlichen Stakeholdern, Ad-hoc-Reporting, und allem, was mit „könnt ihr kurz…“ beginnt und monatlich wiederkehrt.
Sechs Regeln, die ins Angebot gehören
- Fester Umfang, benannt. Jedes Angebot listet explizit, was enthalten ist, und einen Abschnitt „nicht enthalten“. Das Fehlen dieses Abschnitts ist der Beginn des Problems.
- Die Betreuung ist eine halbe Stunde im Monat. Genau so steht es im Angebot. Alles darüber ist ein Change-Request, kein Entgegenkommen.
- Ein Kanal, ein Verantwortlicher, ein Rhythmus. Anfragen außerhalb der vereinbarten Kadenz werden gesammelt, nicht sofort bedient.
- Change-Request statt Kulanz. Zusätzlicher Umfang ist willkommen, als bepreiste Erweiterung. „Wir machen das mal eben mit“ ist die teuerste Antwort im Unternehmen.
- Dritte Wiederholung = Automatisierungs- oder Preisentscheidung. Was dreimal manuell außerhalb des Scopes passiert, wird automatisiert oder Teil des Preises.
- Tool- und Lizenzkosten transparent und separat. Pipedrive-Lizenzen, Telefonie, Zusatztools laufen über den Kunden, nicht durch die eigene Marge.
750 € bei einer halben Stunde monatlich sind wirtschaftlich sehr gut. Bei 4 Stunden sind es 188 €/h, bei 8 Stunden 94 €/h. Über 4 Stunden ist der Retainer kein Betreuungsvertrag mehr, sondern subventionierte Arbeit. Dann greift Regel 4, oder der Vertrag wird nicht verlängert.
Das ist keine Feinheit: Bei 40 Retainern im zweiten Jahr entscheidet diese eine Grenze darüber, ob die wiederkehrende Basis Gewinn oder Beschäftigung ist.
Geleistete gegen kalkulierte Stunden, je aktivem Mandat. Die einzige Zahl, die Scope-Zerfall früh sichtbar macht. Gehört ins wöchentliche Review.
Der eine unerwartete Moment pro Monat
Ein fester Umfang schützt die Marge. Was den Kunden hält, ist etwas anderes: ein Moment im Monat, den er nicht bestellt hat und nicht erwartet hätte. Er kostet fast nichts, weil das System die Daten ohnehin hat, und er ist der Grund, warum jemand den Retainer nicht kündigt.
Der Wertmoment entsteht nicht durch mehr Arbeit, sondern durch eine Zahl, die der Betrieb noch nie gesehen hat. Nach dem Aufbau sitzt Growth Unit auf Daten, die der Inhaber selbst nicht auswerten kann. Genau daraus wird jeden Monat eine Sache gemacht, proaktiv, unaufgefordert, in einem Absatz erklärt.
Zwölf Wertmomente für Outdoor-Living-Betriebe
| Moment | Warum er trifft |
|---|---|
| Die RückholungIn den ersten Wochen die 50 ältesten offenen Angebote systematisch reaktivieren. | Direkter Umsatz aus totem Bestand, meist innerhalb von vier Wochen. Der stärkste erste Moment, weil er sich in Euro zeigt, bevor die erste Rechnung fällig ist. |
| Auftragswert je AnfragequelleNicht Anzahl, sondern realisierter Auftragswert je Kanal. | Fast kein Betrieb kennt diese Zahl. Sie verändert regelmäßig das komplette Marketingbudget, und sie ist der natürliche Türöffner zum Paid-Upsell. |
| Die Zeit-bis-Angebot-KurveAbschlussquote in Abhängigkeit davon, wie schnell das Angebot rausging. | Zeigt in einer Grafik, was jeder Tag Verzögerung kostet. Wirkt intern stärker als jede Ansage des Chefs. |
| Der Verkäufer-SpiegelBearbeitungszeit und Nachfassquote je Verkäufer, an den Inhaber, nicht ans Team. | Er ahnt es, konnte es aber nie belegen. Führungsinstrument, das er ohne das System nicht hätte. |
| Saison-VorlaufSechs Wochen vor Saisonstart: Liste aller Kontakte, die im Vorjahr nicht gekauft haben. | Zum exakt richtigen Zeitpunkt geliefert. Kostet zwei Klicks und fühlt sich an wie Mitdenken. |
| Der Vor-Urlaub-ReportBevor der Inhaber wegfährt: was ist offen, was hängt, was braucht eine Entscheidung. | Persönliche Aufmerksamkeit zum richtigen Zeitpunkt. Wird selten vergessen. |
| Zwei Felder wenigerEin Blick auf das Anfrageformular der Website: unnötige Pflichtfelder entfernen. | Zehn Minuten Arbeit, messbar mehr Anfragen. Nicht im Scope, genau deshalb wirkt es. |
| Die Absagegrund-AuswertungWarum verlieren wir, Preis, Termin, Ausführung, kein Grund erfasst? | Nach 100 Vorgängen erstmals belastbar. Führt fast immer zu einer Änderung am Angebot des Kunden. |
| Wetterfenster-HinweisBei anziehendem Wetter: Erinnerung, dass jetzt nachgefasst werden sollte. | Beweist, dass jemand die Branche versteht statt nur ein System zu betreiben. |
| Der Montage-TriggerNach abgeschlossener Montage automatisch um Bewertung und Empfehlung bitten. | Läuft danach von selbst. Ein Baustein, der Umsatz erzeugt, ohne dass jemand daran denken muss. |
| Der Neu-Verkäufer-StartKommt ein neuer Verkäufer, ist er am ersten Tag im System eingerichtet und eingewiesen. | Genau der Moment, in dem früher wieder eine eigene Excel-Liste entstanden wäre. |
| Der JahresvergleichNach zwölf Monaten: Ausgangswert gegen heute, in einer Seite. | Macht aus der Verlängerung eine Formsache, und liefert die nächste Case Study. |
Ein Wertmoment pro Kunde pro Monat, geplant wie ein Termin. Im Freitags-Review steht eine Zeile: welcher Kunde bekommt diesen Monat welchen Moment. Wer darauf wartet, dass sich etwas ergibt, liefert im dritten Monat keinen mehr.
Fünf der zwölf Momente lassen sich einmal bauen und laufen danach automatisch, Montage-Trigger, Saison-Vorlauf, Vor-Urlaub-Report, Jahresvergleich, Zeit-bis-Angebot-Kurve. Diese fünf gehören in die Produktisierung, nicht in die Merkliste.
Die Grundhaltung dahinter
- Keine Überraschungen. Schlechte Nachrichten reisen schneller als gute.
- Wöchentliches Ergebnis-Update, kein Aktivitätsbericht.
- Ein Verantwortlicher pro Kunde. Der Kunde weiß, wen er anruft.
- Jeder Kunde sieht dieselben Zahlen wie Growth Unit, kein Informationsgefälle.
- Nie hinter dem System verstecken. Growth Unit besitzt das Ergebnis innerhalb der vereinbarten Grenzen.
Was ab Tag 1 getrackt wird
Ohne Ergebniscodes lässt sich nicht sagen, ob ein Skript funktioniert, und jede Optimierung wird zur Meinungsfrage. Anlage in Pipedrive vor dem ersten Anruf.
| Stufe | Ergebniscodes |
|---|---|
| Wählversuch | Nicht erreicht · Vorzimmer (Entscheider nicht am Platz) · Vorzimmer (nicht durchgestellt) · Entscheider erreicht |
| Entscheider-Gespräch | Kein Interesse (sofort) · Abbruch während Aufhänger · Kein Interesse (nach Qualifizierung) · Wiedervorlage · Termin gelegt |
| SC1 | No-Show · Absage · Unqualifiziert · Auf SC2 terminiert |
| SC2 | Gekauft · Downsell Workshop · Nicht gekauft · Folgetermin |
Die vier Zahlen, die wöchentlich zählen
| Zahl | Formel | Wenn zu niedrig |
|---|---|---|
| Kontaktquote | Erreicht ÷ Wählversuche | Listenqualität und Anrufzeitfenster prüfen, nicht das Skript. |
| Terminquote | Termine ÷ Entscheider | Bruchstelle über den Abbruchcode bestimmen. Häufung bei „Abbruch während Aufhänger“ heißt: kürzen. Häufung bei „nach Qualifizierung“ heißt: falsche Zielgruppe oder falsche Frage. |
| Show-Rate | SC1 ÷ Termine | Unter 70 %? Absicherung in Phase 5 und Terminabstand prüfen, nicht die Terminquote feiern. |
| Closing-Rate | Abschlüsse ÷ SC2 | Zu niedrig bei guter SC1-Quote? Dann wurde im SC1 nicht quantifiziert, sondern nur nett geredet. |
Wochenrhythmus
| Takt | Inhalt | Entscheidung |
|---|---|---|
| Täglich · 15 Min | Wählversuche gegen 150, Kontakte, Termine, Follow-up-Stand | Aktivität nachsteuern, Liste fixen, Block anpassen |
| Wöchentlich · 45 Min | Die vier Zahlen, Einwandmuster, Delivery-Last, Wertmoment je Kunde, Personentage je Aufbau | Eine Variable ändern. Kapazität grün/gelb/rot setzen. |
| Ab Tag 2 der Akquise | Aufzeichnungen an SalesHax übergeben | Bei wiederkehrendem Bruch an derselben Stelle: sofort melden, nicht sammeln |
| Nach 4 Wochen | Modellquoten durch eigene Messwerte ersetzen | Trichter neu rechnen, Ziele nachziehen |
| Monatlich | Cash, Vertragsvolumen, Retainer-Basis, geleistete gegen kalkulierte Stunden | Preis, Scope, Kapazität, Hiring-Gate |
Immer nur eine große Variable gleichzeitig ändern: Zielgruppenfilter, Intro, Aufhänger, Skalenfrage, Terminpitch oder Referenz. Zwei gleichzeitig geänderte Variablen machen vier Wochen Daten wertlos.
Kapazitäts-Gate vor jedem Abschluss
Regeln, die die Firma vor ihrer eigenen Begeisterung schützen
| Entscheidung | Grünes Licht | Rote Flagge |
|---|---|---|
| Kunde annehmen | Anfragenvolumen vorhanden, mindestens 2 Verkäufer, Entscheider am Tisch, Verlust selbst beziffert | Vager Scope, kein Anfragenstrom, Einkaufsprozess, „erstmal informieren“ |
| Kunde ausbauen | Der Aufbau hat einen belegbaren Effekt erzeugt | Der Ausbau soll verdecken, dass der Kern nicht genutzt wird |
| Zweite Person in der Akquise | Bei 200 Anwahlen ist die Akquise bereits eine volle Stelle. Der nächste Engpass ist die Umsetzung, nicht das Telefon. | „Wir brauchen mehr Termine“ ohne saubere vier Zahlen |
| Einstellen | Arbeit wiederkehrend, standardisiert, automatisiert getestet, Payback klar | Chaos absorbieren, manuelle Wiederholung, temporäre Last |
| Software bauen | Derselbe Handgriff dreimal wiederholt | Software fühlt sich prestigeträchtiger an als Dienstleistung |
| Förderpfad gehen | Prospect preissensibel oder braucht erkennbar Zeit | Als Standardweg, verlängert den Cash-Cycle ohne Not |
| Zweite Zielgruppe öffnen | Outdoor Living hat 10+ Abschlüsse und ein stabiles Skript geliefert | Weil die Liste schwierig ist. Eine schwierige Liste ist ein Filterproblem, kein Zielgruppenproblem. |
Kill-Liste
- Kunden, die Umsatz erzeugen, aber Fokus und Lernen zerstören.
- Angebote, die lange Erklärungen brauchen, um wertvoll zu klingen.
- Reporting, das keine Entscheidung ändert.
- Manuelle Arbeit, die dreimal ohne Automatisierungsprüfung wiederholt wurde.
- Meetings ohne Verantwortlichen, Entscheidung oder Ergebnis.
- Zusatzleistungen aus Kulanz statt aus einem Change-Request.
- Jedes zweite Angebot neben dem einen, solange es keine 10 Abschlüsse gibt.
Geschaffener Wert pro Stunde hochwertiger menschlicher Aufmerksamkeit. Jedes Quartal soll Growth Unit mehr Kundenwert mit besseren Systemen und besserer Selektion erzeugen. Nicht schlicht mit mehr Stunden.
Was noch entschieden werden muss
Keine Meinungsfragen. Jeder Punkt blockiert etwas Konkretes.
| Punkt | Was blockiert wird | Owner · bis |
|---|---|---|
| Referenzzahl verifizieren70.000 € → knapp 3 Mio. €: Zeitraum, Beleg, Freigabe. Dazu eine konkrete KPI-Veränderung für den SC1. | Der Aufhänger im Cold Call und die Referenz im SC1. Kommt in jedem Gespräch vor. | Valentin · diese Woche |
| Personentage je Aufbau festlegenWas kostet ein Aufbau heute wirklich, und wie kommt er unter 4 PT? | Die gesamte Kapazitätsrechnung. Ohne diese Zahl ist nicht bekannt, wie viel verkauft werden darf. | Janosch · diese Woche |
| „Nicht enthalten“ formulierenDer Abschnitt, der zuletzt gefehlt hat. | Jedes Angebot, das rausgeht. | Beide · bis 28. Aug |
| Garantie final formulierenMessbar, begrenzt, an Mitwirkungspflicht gekoppelt. | Der stärkste Hebel im SC2, solange nur eine Referenz existiert. | Beide · bis 28. Aug |
| Förderpfad-AusgestaltungZwei Verträge, Verrechnungslogik beim Downsell, Grenzen. | Der Downsell, und ein Haftungsrisiko, wenn es falsch kommuniziert wird. | Janosch · bis 28. Aug |
| Short Story schreiben30–45 Sekunden, drei Bausteine. | Das SC1-Intro. Trägt nur, wenn sie echt ist. | Valentin · bis 28. Aug |
| BAFA-Listung: seit wann | Der Einwand „es rufen ständig Leute an“. | Janosch · bis 28. Aug |
| Zweiter Akquisiteur: wann und werDer Trichter zeigt: über 3–4 Abschlüsse/Monat geht es nicht ohne. | Alles jenseits von 50k. Noch nicht zu entscheiden, aber vor Januar zu klären. | Beide · bis Dezember |
Dann diese: der Aufbau läuft reproduzierbar unter fünf Personentagen. Der Vertrieb ist über SalesHax abgedeckt, das Angebot steht, die Zielgruppe ist gewählt. Die einzige Stelle, an der dieses Modell rechnerisch bricht, ist die Umsetzung, und sie ist die einzige, die in den kommenden drei Wochen ohne einen einzigen Kunden verbessert werden kann.
Was bei FT Work & Design tatsächlich gebaut ist
Der Referenzfall hatte bisher ein Beweisproblem: eine Umsatzzahl, die niemand belegen konnte. Belegbar ist das System selbst. Es wurde am 13. August 2026 vollständig aus dem laufenden Konto ausgelesen, Bauteil für Bauteil. Das ist der Beweis, der im Gespräch trägt, weil er prüfbar ist.
Was das System übernimmt, und wo der Mensch bleibt
Sechs Phasen, gebaut aus 27 Automationen. Die rechte Spalte ist der eigentliche Verkaufspunkt: sie ist kurz.
| Phase | Was von allein passiert | Wofür ein Mensch gebraucht wird |
|---|---|---|
| Anfrage11 Quellen | Kontakt und Vorgang werden angelegt, die Herkunft bis zur einzelnen Anzeige mitgeschrieben, die Formularantworten als Notiz abgelegt, Handy-Push und Mail raus, Willkommensmail an den Kunden, Erstanruf als Aufgabe. | Anrufen. |
| Nachfassen | Nach dem ersten, zweiten und dritten erfolglosen Anruf laufen fünf Mails und drei SMS mit Terminlink. Verpasste Anrufe und Mailboxnachrichten hängen sich alle 15 Minuten an den richtigen Vorgang. | Anrufen und den Status setzen. |
| Termin & Angebot | Buchungen finden den bestehenden Vorgang statt eine Dublette zu bauen. Der Aufmaßtermin entsteht mit der Adresse des Kunden als Ort. Erinnerungs- und Nachfass-SMS laufen automatisch. | Beraten, aufmessen, kalkulieren, Angebot schicken. |
| Auftrag & Geld | Der Kunde wird in der Buchhaltung angelegt, die Kontakt-ID kommt zurück in den Vorgang. Danach schiebt jede erkannte Zahlung den Vorgang selbst weiter — Anzahlung und Schlussrechnung, mit Rückwärts-Sperre. | Rechnungen stellen. |
| Produktion | Bauvorhaben in der Handwerkersoftware, Ordner in der Ablage, Materialaufgabe auf sieben Tage. Lieferantenmails und Lieferscheine werden gelesen, zugeordnet und an den Vorgang gehängt. Ein Sprachmodell wertet den Monteur-Rapport aus und setzt den Materialstatus. | Material bestellen und einlagern. |
| Montage | Neun Tage vorher die Freigabeaufgabe, dabei wird das Freigabefeld zurückgesetzt. Einen Tag vorher die Kunden-SMS, aber nur bei erteilter Freigabe. | Ein Feld auf Ja setzen. Montieren. |
Ein Vorgang wandert dort nicht weiter, weil jemand ihn zieht, sondern weil in einem anderen System etwas passiert ist: eine Zahlung ist eingegangen, eine Checkliste ist abgehakt, ein Rapport ist geschrieben. Sieben der fünfzehn Stationen setzt das System selbst. Genau eine Stelle im gesamten Ablauf ist bewusst als Handbremse gebaut: die Montagefreigabe.
Das Vorher steht im selben Konto
Neben der heutigen Pipeline liegt die alte Anfrage-Pipeline von 2024 mit 29 Stages. Darunter „1x Telefonisch nicht erreicht erneut anrufen!“, „2x Telefonisch nicht erreicht erneut anrufen!“, „Erinnerungsmail versendet / noch keine Rückmeldung“, „zweite Erinnerungsmail“, „Warten!!!“. Das war der Versuch, Nachfassen über Stages zu organisieren, also mit der Hand und mit Gedächtnis.
Diese fünfzehn Zeilen sind heute Automationen. Das ist der Vorher-Nachher-Vergleich, den man am Bildschirm zeigen kann, ohne eine einzige Umsatzzahl zu behaupten. In der alten Pipeline liegen noch 68 offene Vorgänge.
Beweis-Dosierung für dieses Material
| Stufe | Was gesagt wird |
|---|---|
| Cold Call | „Wir haben für einen Terrassendach-Betrieb den kompletten Anfrage- und Auftragsprozess ins CRM gelegt. Elf Anfragequellen, ein Postfach, und niemand muss mehr daran denken nachzufassen.“ Kein Zahlenversprechen. |
| SC1 | Der Vorher-Nachher-Vergleich der Pipelines. 29 Stages Handarbeit gegen 15 Stationen, von denen sieben sich selbst setzen. Dazu die drei Stellen, an denen bewusst ein Mensch entscheidet. |
| SC2 | Das vollständige Systembild teilen. Es beantwortet die Frage „Was genau bekomme ich für 6.900 €?“ mit einem Dokument statt mit einer Aufzählung. |
Im Konto stehen am 13. August 2026 314 offene Vorgänge mit rund 3,23 Mio. € Volumen. Das ist offene Pipeline, kein Umsatz. Es liegt nahe, dass die kursierende „knapp 3 Mio.“ genau daher stammt. Solange das nicht geklärt ist, gehört die Zahl in kein Gespräch. Was gesagt werden darf: über 500 gewonnene Vorgänge liegen im Konto, und das ist eine Untergrenze, weil die Abfrage dort endet.
Was daraus Produkt wird
Sieben Bausteine, die beim nächsten Aufbau nicht neu gedacht werden müssen. Das ist die Einlösung von Abschnitt 12, „der Aufbau als Konfiguration, nicht als Konstruktion“.
| Baustein | Was er leistet |
|---|---|
| Eingangsbaustein je Quelle | Jede Quelle endet im selben Format: Kontakt, Vorgang, Herkunft, Notiz, Benachrichtigung. |
| Produktzuordnung über eine Tabelle | Neue Produkte werden gepflegt, nicht programmiert. Unbekanntes fällt sauber auf „Allgemein“. |
| Ein Schlüsselfeld je Fremdsystem | Rechnungen, Zahlungen und Lieferscheine finden ihren Vorgang später ohne Suche. |
| Zahlungsgetriebener Fortschritt | Der Stand im CRM folgt dem Geld, mit Sperre gegen Rückwärtslauf. |
| Bewusste Handbremse | Ein Ja-Nein-Feld, das vor jedem Zyklus zurückgesetzt wird, bevor etwas an den Kunden geht. |
| Sprachmodelle für Postfacharbeit | Mails und PDFs, die sonst niemand sortiert, immer mit Rückfallmeldung an einen Menschen. |
| Selbstprotokollierung | Jede Automation schreibt ihre Handlung in die Akte. Deshalb ist das System überhaupt prüfbar. |
Vollständige Aufnahme inklusive Feldschlüsseln, Automations-IDs und offener Baustellen: SALESHAX/Case Study Pipedrive Setup/, visuelle Fassung unter ftwd-pipedrive-systembild.html.
Was der Referenzfall trotzdem nicht leistet
Dieselbe Auslesung, unfreundlich betrachtet. Alles Gebaute funktioniert — und trotzdem stehen über eine halbe Million Euro an Angeboten still. Das ist kein Fehler in der Umsetzung, das ist die Grenze der Bauart. Wer sie kennt, verkauft die nächste Stufe, statt sie später erklären zu müssen.
Die Kernthese in einem Satz
Das gebaute System ist ein perfektes Gedächtnis und kein Gewissen. Es kennt Ereignisse, aber keinen Zustand: Es reagiert vorwärts auf alles, was passiert, und schaut nie auf das, was nicht passiert. Genau dort liegt das Geld.
Die Stage heißt Angebotsnachverfolgung. Der Median der Vorgänge darin liegt bei 40 Tagen ohne Bewegung, 27 von 45 stehen länger als einen Monat. Das Problem, gegen das die ganze Anlage gebaut wurde, ist an der Stelle am größten, die nach ihm benannt ist — weil dort nichts mehr automatisch passiert, sobald die drei SMS durch sind.
Vier Konstruktionsentscheidungen, die sich rächen
| Entscheidung | Was sie im Betrieb anrichtet |
|---|---|
| Benachrichtigen statt priorisierenJede Anfrage löst zwei Pushes und eine Mail aus | Bei 93 Leads im Juli rund 280 gleich laute Signale im Monat. Abstumpfung ist der vorhersehbare Ausgang, nicht eine Charakterfrage. Die 82 % überfälligen Aufgaben sind die Quittung. |
| Aufgaben ohne VerfallJede Automation legt an, keine räumt ab | 100 verpasste Anrufe liegen als offene Aktivitäten herum, ein Viertel der Liste. Eine Liste mit einem Viertel Rauschen wird nicht mehr gelesen — danach ist auch der Rest unsichtbar. |
| Menschen erinnern statt selbst nachfassenDie Strecke endet nach drei erfolglosen Anrufen | Danach Stille. Angebote bekommen zwei SMS und keine Kadenz mit Ende. Die 122 bezahlten Guide-Leads bekommen gar nichts. Der teuerste Teil des Trichters hat die schwächste Mechanik. |
| Kein sauberer Abschluss45 Vorgänge stehen auf „bezahlt“ und „offen“ zugleich | Dadurch ist im Konto keine Abschlussquote und keine Durchlaufzeit berechenbar. Für ein Angebot mit Garantie ist das die gefährlichste Lücke — der Erfolg lässt sich nicht beweisen, weder unserer noch seiner. |
Die vier Sprünge
Sie sind die Produktdefinition für alles, was nach FTWD gebaut wird. Jeder Sprung ist so formuliert, dass er im Gespräch in einem Satz steht.
| Sprung | Was gebaut wird | Warum es verkauft |
|---|---|---|
| 1 · Tageslisteintuitiver | Eine Liste pro Tag, höchstens zehn Zeilen, sortiert nach offenem Wert mal Frische mal Wahrscheinlichkeit. Ereignisse wie verpasste Anrufe verfallen nach 48 Stunden oder werden zur Aufgabe befördert, nie beides in derselben Liste. Ein Push am Morgen statt fünfundzwanzig über den Tag. | Der Betrieb kauft die Gewissheit, morgens die drei wichtigsten Anrufe zu kennen. In dreißig Sekunden erklärt, in Woche eins spürbar. |
| 2 · Eigene Hartnäckigkeitautomatischer | Die harte Regel: kein offener Vorgang ohne nächsten Schritt oder Enddatum, technisch erzwungen statt der Disziplin überlassen. Angebotskadenz mit Anfang und Ende. Eigene Strecke für Lead-Magnete. Rückholung für alles über 90 Tage. | Die Stelle, an der aus Aufwand Umsatz wird — und die einzige, für die sich eine Garantie geben lässt, weil sie messbar ist. |
| 3 · Urteil statt Regelnintelligenter | Die Telefonanlage schreibt bereits zu jedem Gespräch eine Zusammenfassung ins CRM, die niemand nutzt. Daraus: Maße, Produkt, Budget und Einwand als Felder, ein Vorschlag für den nächsten Schritt samt fertigem Text, und ein Modell, das morgens den Bestand liest und sagt, wo etwas kippt. | Automatisiert die eine Sache, die der Inhaber für unautomatisierbar hält. Ab da ist es kein Preisgespräch mehr. |
| 4 · Beweis statt Blindflugverkaufbar | Ausgangswert am Tag null automatisch messen. Ein Einseiter pro Woche an den Inhaber. Gewonnene Aufträge als Umsatzsignal zurück an Meta und Google — die Strecke dafür ist bei FTWD gebaut und abgeschaltet. | Der Rückkanal ans Werbekonto macht das Budget des Kunden direkt besser. Er rechtfertigt die 750 € im Monat ohne ein weiteres Argument. |
Der eigentliche Verkaufshebel: der Leck-Report
Der No-Brainer ist nicht das gebaute System, sondern die Rechnung davor. Drei Zahlen aus dem bestehenden CRM des Interessenten, bevor er etwas kauft.
| Die drei Zahlen | Bei FTWD | Was sie auslösen |
|---|---|---|
| Wie viel Angebotsvolumen steht still? | 531.370 € | Immer größer als gedacht. Ersetzt jedes Argument. |
| Wie viele Vorgänge haben keinen nächsten Schritt? | 138 von 170 | Macht aus einem Bauchgefühl einen Zustand, über den man reden kann. |
| Wie alt ist die älteste unerledigte Aufgabe? | 90 Tage | Trifft, ohne jemanden anzugreifen. Der Ablauf ist schuld, nicht das Team. |
Der Zielkunde hat laut Profil bereits ein CRM. Lesezugriff genügt, die Auswertung ist immer dieselbe, nach dem ersten Mal unter einer Stunde, vollständig automatisierbar. Damit hat der Cold Call einen Gegenstand, das SC1 einen Inhalt und das Angebot eine Zahl, gegen die 6.900 € klein aussehen: nicht „wir bauen Ihnen ein CRM“, sondern „wir haben nachgesehen, bei Ihnen liegen 531.000 € still“.
Der ehrliche Teil ist zugleich der glaubwürdigste: Diese Zahlen stammen aus einem Konto, das wir siebzehn Monate betreut haben. Genau deshalb würde sie niemand erfinden.
Der Ausbau muss den Aufbau billiger machen
Heutige Bauart
27 Automationen, davon fünf fast identische Meta-Strecken. Jede Änderung muss fünfmal gemacht werden, jede neue Quelle heißt: neue Strecke bauen, testen, pflegen. Der Aufbau wächst mit jedem Kanal — und reißt damit die 5-Personentage-Grenze aus Abschnitt 09.
Produktbauart
Ein Eingang für alle Quellen, dahinter eine Tabelle mit Quelle, Produkt, Label und Benachrichtigung. Neue Kampagne heißt: eine Zeile. Löst nebenbei die fehlende Dublettenprüfung. Der Aufbau bleibt gleich groß, egal wie viele Kanäle dazukommen.
Vier Bausteine sind bei jedem Kunden identisch und damit der Standard: Eingangs-Router, Wiedervorlage-Engine, Tagesliste mit Wochenbericht, Conversion-Rückkanal. Nur die Adapter zu Buchhaltung, Branchensoftware und Telefonie entstehen pro Kunde. Das ist zugleich die Linie, an der der Preis verhandelt wird.
Reihenfolge
Nach Wirkung je Aufwand, nicht nach Eleganz. Die ersten drei Zeilen kosten zusammen unter einem Personentag.
| Schritt | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Verpasste Anrufe aus der Aufgabenliste nehmen | Ein Viertel Rauschen verschwindet, die Liste wird wieder gelesen | Stunden |
| Regel „kein Vorgang ohne nächsten Schritt“ | Trifft sofort 163 Vorgänge mit 1,0 Mio. € offenem Volumen | 1 Tag |
| Abschlüsse sauber setzen, Altpipeline räumen | Erst danach ist eine Quote messbar — Voraussetzung für die Garantie | 1 Tag |
| Angebotskadenz mit Ende | Greift die 531.370 € an, die stillstehen | 2–3 Tage |
| Nurture für Lead-Magnete | 122 bezahlte Kontakte, die heute nichts tun | 2–3 Tage |
| Tagesliste und Wochenbericht | Das Gesicht des Produkts, ab hier ist es verkaufbar | 4–5 Tage |
| Conversion-Rückkanal einschalten | Werbebudget wird besser, ohne dass jemand mehr ausgibt | 2 Tage |
| Leck-Report automatisieren | Macht die Akquise selbst zum Produkt | 3–4 Tage |
| Gesprächsintelligenz nutzen | Der Sprung, den Wettbewerber nicht haben | Projekt |
Was gebaut wurde, ist ein sehr gutes Gedächtnis. Was fehlt, ist ein Gewissen: etwas, das nachts durch den Bestand geht und morgens sagt, was liegen geblieben ist. Das ist der kleinere Teil der Arbeit und der ganze Unterschied im Verkauf.
Gerechnet am 13.08.2026 auf dem laufenden Konto: 366 offene Aktivitäten, 314 offene Deals, 170 aktive Leads. Ausführliche Fassung: SALESHAX/Case Study Pipedrive Setup/ausbaustufe-zwei.html.
Die Sätze, bei denen er kurz still wird
Aus der Live-Auslesung aus Abschnitt 19 lassen sich Gesprächsthemen ableiten, die kein Inhaber ehrlich beantworten kann, ohne sich selbst zu erwischen. Das ist der Rohstoff für den Cold Call, und er ist neu: Bisher stand im Plan, was der Referenzkunde gesagt hat. Jetzt steht daneben, was ein CRM über ihn verrät.
Ertappt heißt nicht überführt. Die Frage muss so gestellt sein, dass die ehrliche Antwort unangenehm ist, ohne dass jemand schuld ist. Schuld ist immer der Ablauf, nie der Mann am Telefon. Und nie eine Zahl behaupten, die er widerlegen kann. Die Zahl soll er selbst nennen, dann gehört sie ihm.
Neun Themen, in denen er sich erkennt
Sortiert nach Trefferwahrscheinlichkeit. Die ersten drei funktionieren bei praktisch jedem Betrieb der Zielgruppe, weil sie an der Saison hängen und nicht an der Organisation.
| Thema | Der Satz, wörtlich | Warum es trifft |
|---|---|---|
| 1 · Die Feierabend-Anfrageder stärkste Einstieg | „Wann kommen Ihre Anfragen eigentlich rein? Bei dem Betrieb, den wir betreuen, kommt fast die Hälfte abends nach fünf oder am Wochenende. Wer ruft die zurück?“ | Gemessen und gegengeprüft: rund 70 % der digitalen Anfragen kommen außerhalb der Bürozeit, ein Drittel davon am Wochenende. Bei Anfragen, die aus einem Telefonanruf entstehen, ist es umgekehrt: 94 % fallen in die Bürozeit. Dieser Kontrast ist der eigentliche Treffer. Er hat sein Telefon im Griff, und trotzdem läuft der größere Teil an ihm vorbei. Die Antwort ist immer „montags dann“, und damit ist das Thema gesetzt, ohne dass jemand angegriffen wurde. |
| 2 · Das Angebot vom MaiSaison frisst Saison | „Was ist eigentlich aus den Angeboten geworden, die Sie im Mai und Juni rausgeschickt haben? Nicht die, wo der Kunde abgesagt hat. Die, wo nie wieder jemand angerufen hat.“ | Von 27 liegengebliebenen Angeboten im Referenzfall stammen 18 aus Mai und Juni, also aus dem Peak. Genau dann hat niemand Zeit, hinterherzugehen. Der Inhaber kennt dieses Loch, hat es aber noch nie beziffert gesehen. |
| 3 · Die Zahl, die er nicht nennen kanngehört in jede Skalenfrage | „Wenn ich Sie jetzt frage, wie viel Umsatz gerade in Ihren offenen Angeboten steckt, könnten Sie mir das auf zehntausend genau sagen?“ | Kann er nicht. Und er weiß, dass er es können sollte. Das ist die höflichste Art, eine 3 auf der Skala zu erzeugen, ohne sie einzufordern. Danach ist jedes weitere Argument leichter. |
| 4 · Der dritte Anrufwörtlich vom Referenzkunden | „Wie oft rufen Sie jemanden an, den Sie nicht erreichen? Zweimal, dreimal? Und hängt das davon ab, wie voll der Tag ist?“ | Der Referenzkunde hat es selbst gesagt: „Wenn ich viel Zeit habe, rufe ich noch ein drittes Mal an. Wenn ich wenig Zeit habe, rufe ich kein drittes Mal mehr an.“ Jeder Inhaber erkennt sich darin, weil es keine Nachlässigkeit ist, sondern Alltag. |
| 5 · Der verpasste Anruf | „Wenn bei Ihnen jemand anruft und keiner geht ran, was passiert dann? Sehen Sie das abends noch, oder steht die Nummer nur im Telefon?“ | Im Referenzfall lagen 100 verpasste Anrufe und Mailboxnachrichten unbearbeitet im System. Das ist die Stelle, an der die Anfrage nicht im Postfach verschwindet, sondern im Telefon, genau wie in Abschnitt 05 beschrieben. |
| 6 · Der bezahlte Kontakt, der nie angerufen wurdenur wenn er Werbung schaltet | „Sie geben Geld für Anzeigen aus. Wie viele von den Leuten, die letzten Monat ihre Daten hinterlassen haben, haben tatsächlich einen Anruf bekommen?“ | Im Referenzfall: 116 von 122 bezahlten Kontakten hatten nie einen Folgekontakt, der älteste lag 56 Tage. Das trifft doppelt, weil er für jeden einzelnen bezahlt hat. Und es trennt sofort den, der Werbung schaltet, vom Rest. |
| 7 · Urlaub und Baustelle | „Wenn Sie zwei Wochen weg sind oder den ganzen Tag auf einer Baustelle stehen, wer führt dann die Erstgespräche?“ | Fast immer: niemand. Der Referenzkunde: „Die Erstgespräche führe ja definitiv immer nur ich.“ Das Thema öffnet nebenbei die Frage nach Wachstum, ohne dass man Wachstum verkaufen muss. |
| 8 · Das halb eingerichtete CRMder bessere Kunde, nicht der Ausschluss | „Sie haben ein System. Wann haben Sie zuletzt reingeschaut, und wüssten Sie, welche Mail es letzte Woche automatisch an Ihre Kunden verschickt hat?“ | Der Referenzkunde nach einem Jahr Projekt: „Ich weiß nicht, was da überhaupt der Text von ist, weil ich diese Mail noch nie gesehen habe.“ Wer ein CRM hat, hat meistens ein Gedächtnis ohne Gewissen. Genau unser Thema. |
| 9 · Das abgelehnte Angebotfür den Upsell aufsparen | „Was passiert bei Ihnen mit einem Angebot, das der Kunde abgelehnt hat? Wird das nach einem halben Jahr noch mal angefasst?“ | Nie. Dabei ist es die billigste Nachfrage im ganzen Betrieb, weil Preis und Maße schon feststehen. Das Thema ist zu gut für den Cold Call, es gehört ins SC1 als Ausblick. |
Für den Referenzbetrieb validiert. Zwei voneinander unabhängige Datenbasen kommen auf dasselbe Ergebnis: die offenen Anfragen (n=112, 71 % außerhalb der Bürozeit) und die Eingangsnotizen, die eine Umwandlung in einen Auftrag und eine Archivierung überleben (n=138, 68 %). Die Abweichung beträgt drei Prozentpunkte, der befürchtete Überlebensfehler ist also klein: Es ist nicht so, dass die tagsüber eingehenden Anfragen einfach nur schneller aus der Liste verschwinden.
Die Kontrollgruppe bestätigt, dass die Zeitstempel stimmen: Anfragen, die aus einem Telefonanruf entstehen, liegen zu 94 % in der Bürozeit. Und der Befund hält jeder Definition von Bürozeit stand.
| Angenommene Bürozeit, Mo–Fr | Anfragen außerhalb |
|---|---|
| 7 bis 16 Uhr | 77 % |
| 8 bis 17 Uhr | 73 % |
| 8 bis 18 Uhr | 68 % |
| 7 bis 19 Uhr, absichtlich übertrieben großzügig | 60 % |
Aufschlussreich ist der Unterschied zwischen den Kanälen: Lead-Magnete 73 %, Meta-Formulare 68 %, die eigene Angebotsseite nur 41 %. Wer abends durch Facebook scrollt, hinterlässt seine Daten am Sofa. Wer aktiv sucht und auf eine Anzeige klickt, tut das eher tagsüber. Beim Interessenten heißt das: Je mehr Social-Werbung er schaltet, desto stärker trifft ihn das Thema.
Was noch fehlt, bevor es eine Branchenaussage wird: Es ist ein Betrieb, und die Monate Juni bis August. Für den vollen Beleg genügt ein Meta-Lead-Export über zwölf Monate, rund 30 Minuten Arbeit, unabhängig vom CRM und über die ganze Saison. Bis dahin ist die korrekte Formulierung „bei dem Betrieb, den wir betreuen“. Das ist wahr, überprüfbar, und im Gespräch ohnehin stärker als eine anonyme Branchenzahl.
Wo welches Thema hingehört
Der häufigste Fehler wäre, alle neun in den Cold Call zu packen. Dann ist der Termin überflüssig, weil das Gespräch schon stattgefunden hat.
| Gespräch | Themen | Aufgabe |
|---|---|---|
| Cold Call4–6 Min | Höchstens zwei: Thema 1 als Aufhänger, Thema 3 als Skalenfrage. Bei Werbekunden ersatzweise Thema 6. | Nur qualifizieren und terminieren. Kein Beziffern, keine Lösung, keine Mechanik. |
| SC135–45 Min | Themen 2, 4, 5, 7 und 8. Jedes wird beziffert, nicht besprochen. | Aus jedem Thema eine Zahl machen, die er selbst nennt. Diese Zahlen sind später der Preisanker. |
| SC245 Min | Thema 9 als Ausblick, dazu erstmals die Mechanik: Tagesliste, Nachfassen von allein, Rückkanal ans Werbekonto. | Entscheidung. Die Mechanik ist hier Beweis, nicht Verkaufsargument. |
Die Sprache dazu
Abschnitt 05 hat den Wortschatz für die alten Themen korrigiert. Die neuen Themen bringen neue Fachwörter mit, und die sind alle falsch. Links steht, was man im Kopf hat, rechts, was gesagt wird.
| Nicht sagen | Sondern |
|---|---|
| Automatisierung, Workflow, Trigger | „Das passiert von allein.“ · „Da müssen Sie nicht dran denken.“ |
| Nurture-Strecke, Kadenz, Sequenz | „Es meldet sich für Sie, auch dann, wenn Sie es vergessen hätten.“ |
| Lead, Kontakt, Datensatz | „Anfrage“ · „der Kunde“ · sein Wort ist Angebot, 127 Nennungen gegen 112 |
| Pipeline, Funnel, Stage | „Was gerade offen ist.“ · „Wo der Vorgang steht.“ |
| Dashboard, Reporting, Auswertung | „Einmal die Woche eine Mail mit fünf Zahlen. Mehr nicht.“ |
| KI, Sprachmodell, Conversation Intelligence | Im Cold Call gar nicht. Im SC2: „Das System hört beim Telefonat mit und trägt hinterher ein, was besprochen wurde.“ |
| Effizienz, Zeitersparnis, weniger Handarbeit | Im Cold Call streichen. Klingt nach Sparen, nicht nach Geld. Gehört in die Delivery, wie in Abschnitt 05 festgehalten. |
| Verwertung, nachfassen, Wiedervorlage | „Hinterhergehen“ · „sich noch mal melden“ · „dranbleiben“ |
Der No-Brainer, in drei Rechnungen
Alle drei benutzen nur Zahlen, die er im SC1 selbst genannt hat. Der Referenzfall liefert die Größenordnung, nicht das Argument.
Die Ein-Auftrag-Rechnung
„Ein liegengebliebenes Angebot in Ihrer Größenordnung liegt bei rund 13.000 €. Der Aufbau kostet 6.900 €. Wenn davon in einem Jahr ein einziges zurückkommt, hat sich die Sache doppelt bezahlt. Bei dem Betrieb, den wir betreuen, lagen 27 davon herum.“
Die Saison-Rechnung
„Sie haben gerade gesagt, in der Saison kommen 30 bis 40 Anfragen die Woche. Wenn davon jede zehnte hinten runterfällt, sind das über die Saison rund 40 Vorgänge. Bei Ihrem Auftragswert brauchen wir gar nicht weiterrechnen.“
Die Werbebudget-Rechnung
„Sie zahlen pro Anfrage. Bezahlt haben Sie für alle, angerufen wurde ein Teil. Der Aufbau kostet weniger als das, was Sie in einem guten Monat für Anzeigen ausgeben, und er sorgt dafür, dass dieses Geld überhaupt ankommt.“
Der Satz für den Schluss
„Sie kaufen kein System. Sie kaufen, dass morgens auf einem Zettel steht, welche drei Leute Sie heute anrufen müssen, und dass die anderen trotzdem nicht vergessen werden.“
Statt nachzufassen: anbieten, in sein System zu schauen. „Geben Sie mir für eine Stunde Lesezugriff, und ich sage Ihnen drei Zahlen: wie viel Angebotsvolumen bei Ihnen gerade stillsteht, wie viele Vorgänge keinen nächsten Schritt haben und wie alt die älteste unerledigte Aufgabe ist. Danach entscheiden Sie.“ Das kostet uns eine Stunde, ist vollständig automatisierbar, und aus dem Verkaufsgespräch wird eine Befundbesprechung. Wer den Befund gesehen hat, verhandelt nicht mehr über den Preis, sondern über den Starttermin.
Keine Umsatzzahl aus dem Referenzfall, solange Abschnitt 17 offen ist. Kein „drei Millionen“, das ist offene Pipeline und kein Umsatz. Keine Prozentzahl als Branchenwert. Und kein Wort über Handarbeit oder Zeitersparnis im Cold Call, egal wie naheliegend es sich anfühlt.